Mann seit Monaten von Krähen attackiert - der Grund ist kurios

Ein Fall aus Indien sorgt gerade für Diskussionen. Eddakal Native Monahan lebt in Ambalavayal und arbeitet seit vielen Jahren als Traktorfahrer. Seit anderthalb Jahren wird der Inder nun regelmäßig von Krähen attackiert, wenn er sich nicht mit einem Schirm oder einem Stock vor den Rabenvögeln schützt. Womit hatte er den Zorn der Vögel auf sich gezogen?

Wie gefährlich sind Krähen? (Symbolbild: Getty Images)

Kurz bevor die Attacken losgingen, fand Monahan laut “english.mathraubhumi.com” zwei Jungvögel unter seinem Traktor, brachte sie in Sicherheit und wurde dabei wohl von der Mutterkrähe beobachtet. Danach waren die Jungtiere allerdings verschwunden. Nur wenige Tage später beobachtete die Mutter den Traktorfahrer dabei, wie er einen mit Teer verschmutzten Hund an der gleichen Stelle mit Benzin säuberte. Vermutlich dachte die Mutter, es handle sich dabei um die vermissten Jungvögel – weshalb sie ihm seither folgt und gemeinsam mit anderen Krähen attackiert. Kein Ablenkungsmanöver half bisher, weder andere Kleidung noch der Versuch, die Vögel mit Futter zu besänftigen. Wie Monahan erzählt, fressen die Vögel zwar seine “Friedensangebote” – attackieren ihn aber direkt danach wieder.

Derartige Geschichten sind für den Ruf der großen schwarzen Vögel nicht förderlich, gelten sie sowieso schon als sehr intelligent oder verschlagen, früher sogar als Boten für Unglück und Tod. Man denke nur an Alfred Hitchcocks Kultfilm “Die Vögel”, der echten Horror vermittelt.

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Warum greifen Krähen Menschen überhaupt an?

Immer wieder wird von Attacken auf Menschen durch Krähen berichtet. Dabei ist an dem schlechten Bild, das den Vögeln anhaftet, nichts dran. Wie der Landesbund für Vogelschutz Bayern auf “lbv.de” erklärt, bestehe keine wirkliche Gefahr durch Krähen. Die Rabenvögel fliegen zwar gelegentlich sogenannte “Scheinangriffe“. Dies geschieht aber nur, um Eindringlinge aus ihrem Revier zu vertreiben. Dabei kann es passieren, dass sie mit den Flügeln Mensch oder Tier streifen. Mit dem Schnabel auf die Eindringlinge einzuhacken, sei aber eine absolute Seltenheit.

Eine ernsthafte Verletzung könne bei diesen Scheinangriffen nicht entstehen. Zudem seien Krähen gegenüber Menschen grundsätzlich sehr vorsichtig. Lediglich in der Brutzeit sind Zwischenfälle häufiger. Dann nämlich, wenn die Jungvögel noch stark auf den Schutz der Altvögel angewiesen sind. Diese versuchen dann alles, um mögliche Feinde vom Nachwuchs fernzuhalten. Menschen, die beim Spaziergang mit ihrem Hund den Jungvögeln zu nahe kommen, werden dann natürlich als Bedrohung wahrgenommen.

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Derartige Vorfälle sind aber sehr selten und enden auch nicht mit schlimmen Verletzungen. Dennoch kann es angsteinflößend sein, wenn man von einer Krähe attackiert wird. Schließlich können die Rabenvögel eine Spannweite bis 1,50 Meter erreichen. Der LBV rät dazu, sollte es zu einer Attacke kommen, die Vögel mit schwenkenden Armbewegungen von sich fernzuhalten und zu vertreiben. Zudem kann man, sollte eine Attacke erfolgen, davon ausgehen, dass man sich in ihrem Revier befindet oder ihren Jungen zu nah gekommen ist – Abstand halten von dieser Stelle ist beim nächsten Spaziergang dann sicher eine gute Idee.

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