Mathematische Gleichung soll berechnen können, ob sich Paare scheiden lassen

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Liebe und Gefühle bringen wohl die wenigsten Menschen direkt mit Mathematik in Verbindung. Geht es nach einer US-Studie, kann Mathematik aber dabei helfen, eine glückliche Beziehung zu führen.

Streit in einer Beziehung ist völlig normal. Es kommt aber (unter anderem) darauf an, wie er geführt wird. (Bild: Getty Images)
Streit in einer Beziehung ist völlig normal. Es kommt aber (unter anderem) darauf an, wie er geführt wird. (Bild: Getty Images)

Demnach gibt es eine mathematische Gleichung, die vorhersagt, ob sich Paare scheiden lassen werden. Angeblich hat diese eine Erfolgsquote von rund 90 Prozent. Dies geht aus einer Studie des Psychologen John Gottman und des Mathematikprofessors James Murray hervor, die Paare in Langzeitbeziehungen 15 Minuten lang beim Streiten gefilmt haben.

Sie erarbeiteten ein Verfahren, mit dem sie alles, was während des Streits passierte, aufzeichnen können: etwa Herzfrequenz, Blutdruck und Mimik. Mit in die Gleichung fließen aber nicht nur körperliche Aspekte, sondern auch, ob die Paare während des Streits Humor mit einfließen ließen, oder ob sie überheblich und aggressiv waren. So entwickelten sie ein Kodierungssystem namens "SPAFF", das für SPecific AFFect Coding System steht. Mit Hilfe dieses entschlüsselten die Forscher, was in dem Streit vor sich ging, und konnten so vorhersagen, ob sich ein Paar scheiden lassen würde.

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Ein Ergebnis der Forschung ist, dass Paare, die Probleme sofort ansprachen, bessere Chancen auf eine glückliche Beziehung haben. Ebenso kam heraus, dass ab und zu ein Streit nicht negativ für eine gute Beziehung sei. Allzu negativ sollte es aber nicht sein. "Beziehungen, in denen die positiven Erfahrungen die negativen um das Fünffache übertreffen, sind glücklich und haben Bestand. Sie halten mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent", sagte Christian Hesse, Mathematik-Professor an der Universität Stuttgart, dem "Deutschlandfunk".

"Es ist viel messbar, aber gottlob nicht alles"

All jenen, die nicht unbedingt an eine mathematische Liebesformel glauben, seien die Worte von Paartherapeut Eric Hegmann ans Herz gelegt. Der sagte dem "Deutschlandfunk": "Es ist viel messbar, aber es ist gottlob nicht alles messbar. Und das ist eigentlich auch das Schöne: Die Liebe ist, auch wenn sie uns heute Sicherheit geben soll, etwas, das eben niemals sicher ist."

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