Kann Meditation unsere Gene verändern?

Unser DNA bestimmt einen essentiellen Teil davon, wer wir sind. Viel davon ist vorgegeben, aber auch umweltbedingte, physikalische und emotionale Faktoren haben einen Einfluss auf unsere Gene. Können also Meditation und Achtsamkeit die Blaupause unseres Lebens beeinflussen?

Es gibt bereits diverse wissenschaftliche Studien darüber, wie Meditation auf kurze und auch auf lange Sicht die genetischen Charakteristiken verändern kann. Auf Mindful.org heißt es: "Ein Studie aus dem Jahr 2012, die langjährige Meditierende untersucht hat, zeigt während selbstberichteten 'höheren Stadien des Bewusstseins' andere Formen von DNA-Aktivierung, die möglicherweise epigenetische Effekte reflektieren, als bei normalen Bewusstseinszuständen."

Obwohl es diverse solcher Ergebnisse gibt, die zu zeigen scheinen, dass Meditierende auf positive Weise ihre epigenetischen Effekte verändert haben, heißt es immer wieder, dass dies noch keinen echten Zusammenhang beweist. "Eines der Probleme ist, dass wir uns ständig verändern", sagt Cliff Saron von UC Davis, ein Kopf hinter dem Shamatha Project. "Verursacht ein Besuch im Fitnessstudio epigenetische Veränderungen? Tut eine Runde Golf mit Freunden dies? Vermutlich, denn epigenetische Umwandlungen passieren ständig. Achtsamkeit hat diese Wirkung vermutlich ebenso, aber das heißt noch nicht, dass nur Achtsamkeit so etwas kann."

Während wir uns weiterentwickeln und unser Leben vor sich hin läuft, verändert sich also fundamental, wer wir sind. Die Wissenschaft versucht weiterhin zu verstehen, welche Effekte Meditation wirklich auf den menschlichen Körper hat, vor allem auf genetischer Ebene.