Meghan in der Kritik: Ohrringe vom saudischen Kronprinz

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

Das diplomatische Parkett ist voller Stolperfallen und Fettnäpfchen. Meghan Markle wird nun heftig kritisiert für ein Paar Ohrringe, das sie auf einer Reise im Herbst 2018 trug.

Meghan Markle bei ihrem Besuch auf Fiji mit Ehemann Harry und Präsident Jioji Konrote im Oktober 2018. (Bild: Andrew Parsons - Pool/Getty Images)
Meghan Markle bei ihrem Besuch auf Fiji mit Ehemann Harry und Präsident Jioji Konrote im Oktober 2018. (Bild: Andrew Parsons - Pool/Getty Images)

Meghan Markle und Prinz Harry waren im Oktober 2018 zu einer diplomatischen Reise nach Australien und Neuseeland aufgebrochen. Dabei besuchten sie auch den Inselstaat Fiji und statteten dem Präsidenten dort einen Besuch ab. Wie bei royalem Besuch üblich, wurde ein eigenes Empfangsdinner für das noch recht frisch verheiratete Paar organisiert. Dazu trug Meghan, deren Outfit bei jeder Gelegenheit Inhalt aufgeregter Diskussionen im britischen Boulevard war, ein recht schlichtes blaues Kleid und ein Paar auffällige hängende Ohrringe.

Ohrringe vom Kronprinzen

An diesen entfacht sich nun, zweieinhalb Jahre später, Kritik. Denn wie jetzt herauskam, waren die Ohrringe ein Geschenk des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Der hatte der Herzogin von Sussex den Schmuck wohl zur Hochzeit im Mai 2018 geschenkt. An sich noch nicht weiter bemerkenswert, wäre da nicht die folgende Geschichte, die weltweit für Empörung sorgte.

Mordfall Khashoggi: Ein Fall für die deutsche Justiz

Denn im Oktober 2018 verschwand der Journalist Jamal Khashoggi, nachdem er das saudische Konsulat in Istanbul aufgesucht hatte. Wenig später wurde klar, dass Khashoggi, der unter anderem für die Washington Post kritisch über Saudi Arabien berichtete, grausam ermordet worden war. Auftraggeber soll Prinz Mohammed bin Salman gewesen sein. Dies gilt mittlerweile auch durch Erkenntnisse des US-Geheimdienstes als gesichert. Meghans Auftritt mit dem kostspieligen Geschenk des Kronprinzen kam nur drei Wochen nach dem Mord.

Meghan soll nichts von dem Mord gewusst haben

Laut dem Bericht, den die britische Times nun veröffentlichte, hatte Markle damals angegeben, die Ohrringe seien ausgeliehen. Gegenüber Assistenten soll sie gesagt haben, der Schmuck stamme von einem Juwelier. Rein rechtlich gehören Geschenke von Staatsoberhäuptern der Krone, möglicherweise könnte sich das "geliehen" darauf bezogen haben, dass ihr der Schmuck nicht wirklich gehöre. Die britische Sun zitierte Markles Anwälte, die versicherten, sie habe zu dem Zeitpunkt keine Kenntnisse von den Mordvorwürfen gegen Prinz bin Salman gehabt.

Meghan und Harry: Das Oprah-Interview

Im gleichen Bericht schrieb die Times erneut über Vorwürfe von Mitarbeitern des Palastes, die sich von der Herzogin schlecht behandelt und gemobbt gefühlt hätten. Es ist Teil einer lang anhaltenden Schlammschlacht zwischen Teilen der britischen Presse und dem Paar, das sich unter anderem deshalb ins nordamerikanische "Exil" zurück gezogen hat. In einem seltenen Interview mit Oprah Winfrey wollen die beiden nun ihre Sicht der Dinge darlegen. Am 7. März soll das "intime Gespräch" auf dem US-Sender CBS ausgestrahlt werden.

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