Meghan Markle bricht schon wieder den Dresscode der Royals

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Meghan Markle ignoriert gerne die Stilvorschriften der königlichen Familie. (Bild: Getty Images/Chris Jackson)

Am 19. Mai werden sich Meghan Markle und Prinz Harry in England das Jawort geben. Bis dahin ist das Paar aber noch mit gesellschaftlichen Verpflichtungen beschäftigt. Eine solche war der Empfang des Außenministers Boris Johnson am Donnerstag. Und wieder einmal brach Meghan Markle mit typischen Stil-Gepflogenheiten des britischen Königshauses.

Meghan Markle beeindruckte beim Empfang in einem Outfit im Stil von ‚Jackie O’: einem eng anliegenden Kleid mit asymmetrischem Halsausschnitt und schmalem Gürtel, einer kleinen schwarzen Clutch von Gucci und hohen Samtpumps zum Schnüren von Aquazzura Milano. Einzig die Farbe gab Anlass zu Diskussionen: Markle erschien nämlich in Schwarz.

Alexandra Messervy, Expertin für „English Manners“, also englischen Benimmregeln, sagte dazu der Zeitschrift „InStyle“: „Im Allgemeinen wird Schwarz, außer bei Traueranlässen, nicht getragen, obwohl Prinzessin Diana von Wales es gelegentlich zu Abendanlässen trug und die Herzogin von Cambridge das ebenfalls tut.“

Die königliche Kleidungsvorschrift werde jedoch heute nicht mehr so streng interpretiert, fügte die Expertin hinzu. „Es gab einen kleinen Aufschrei, als Frau Markle für eine Tagesveranstaltung Schwarz trug, aber ich denke nicht, dass es in der heutigen Zeit noch als verpönt gilt, wo selbst bei Begräbnissen oft erbeten wird, dass die Gäste nicht in Schwarz, sondern in Farben erscheinen.“


Prinz Harry und Fräulein Markle erscheinen am Empfang, um die Stärkung der Frauenrechte zu begehen und werden vom Gastgeber des Abends, dem Außenminister Boris Johnson und seiner Frau Marina Wheeler begrüßt.

Bereits einmal zuvor war sie ganz in Schwarz erschienen, als sie gemeinsam mit Prinz Harry die Stadt Cardiff in Wales besuchte. Der Messy Bun, den sie zu einem Mantel von Stella McCartney, Skinny Jeans von Hiut Denim und Stiefeln von Tabitha Simmons trug, ist für das englische Königshaus ebenfalls eine gewagte Frisur. Ihr Umgang mit der Farbe Schwarz ist aber nicht das erste Thema, das Markle in Konflikt mit königlichem Protokoll brachte.

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Bei einer Veranstaltung vor einer Woche schüttelte sie die Hand eines Delegierten, bevor ihr Verlobter Prinz Harry die Gelegenheit dazu hatte. Die beiden stießen kurz zusammen – dann ließ Harry seiner Verlobten den Vortritt. Das Netz diskutierte danach, ob es sich um einen Bruch des Protokolls handelte. Zuvor war sie obendrein ohne Strumpfhose zu dem Fototermin erschienen, bei dem die Verlobungsfotos des Paares geschossen wurden. Auch das galt bis dato als No-Go.

Auf ihrem offiziellen Verlobungsfoto trägt Meghan Markle keine Strumpfhose: Einer von mehreren kleinen Tabubrüchen der Schauspielerin. (Bild: AP Photo)

Während einer Reise nach Schottland brach Markle mit einer weiteren Benimmregel: Anstelle einer Clutch trug sie eine schicke grüne Umhängetasche des schottischen Luxuslabels Strathberry. Berichten in der „Sunday Times“ zufolge plane sie sogar, bei ihrem Hochzeitsempfang eine Rede zu halten, was bislang stets den Männern und Königin Elizabeth vorbehalten war, in deren Schloss die Feierlichkeiten stattfinden werden.

Anders als bislang üblich verbrachte Markle auch die Weihnachtsfeiertage mit ihrem Verlobten bei dessen Familie und damit auch bei Queen Elizabeth – ein Privileg, das für gewöhnlich nur den bereits Vermählten vorbehalten bleibt.

Und auch das Datum der Hochzeit bricht mit althergebrachten Traditionen und Bestimmungen: Die Ur-Ur-Ur-Großmutter von Prinz Harry, Königin Victoria, hegte den Aberglauben, dass Heiraten im fünften Monat Unglück bringe. Ein altes englisches Sprichwort besagt nämlich: „Marry in May, and rue the day“ – „Heirate im Mai, bereue den Tag.“

Der vielleicht größte Aufreger an Meghan Markle ist aber immer noch, dass die 36-jährige Schauspielerin bereits einmal verheiratet war. Obwohl die Regel, dass Geschiedene Tabu sind, längst nicht mehr so streng eingehalten wird wie einst und sich auch Prinz Harrys Vater, Prinz Charles, mit der geschiedenen Camilla vermählt hat, wird Harry dennoch der Erste sein, der eine kirchliche Hochzeit mit einer geschiedenen Frau feiert. Seit 2002 ist die kirchliche Trauung von Geschiedenen aus Sicht der englischen Kirche in Ordnung, sofern der Priester zustimmt.


In Vanity Fairs Covergeschichte im Oktober gibt Meghan Markle Einblicke in ihr Leben im Rampenlicht, ihre Hauptrolle in ‚Suits‘ und ihre königliche Romanze: ‚Ich denke, es ist ganz einfach. Wir sind zwei Menschen, die richtig glücklich und verliebt sind.‘

Und zuletzt war auch das intime Interview, das Markle dem Magazin „Vanity Fair“ gab, ein Bruch mit konservativen Benimmregeln. Darin plauderte sie aus dem Nähkästchen über ihre Beziehung mit dem Prinzen auf eine bis dato nie dagewesene Art und Weise, die für viele überraschend offen war. Zwar war auch Herzogin Kate auf dem Cover der britischen Ausgabe der „Vogue“ – sie sprach aber niemals so offen mit Medien über ihre Beziehung mit Prinz William.

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