Michael J. Fox hat „Hoffnung“, ein Heilmittel für Parkinson zu finden

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Michael J Fox zeigte sich hoffnungsvoll, was die Forschung zur Heilung von Parkinson betrifft.

Michael J Fox hat über seine Hoffnung auf ein Heilmittel für die Parkinson-Krankheit gesprochen. Das Foto zeigt ihn im Oktober 2019 in New York. (Getty Images)
Michael J Fox hat über seine Hoffnung auf ein Heilmittel für die Parkinson-Krankheit gesprochen. Das Foto zeigt ihn im Oktober 2019 in New York. (Getty Images)

Bei dem Star aus Zurück in die Zukunft wurde 1991 mit nur 29 Jahren Parkinson diagnostiziert. Ein Jahr später gründete er die Michael J. Fox Foundation. Diese arbeitet daran, eine Heilung für die fortschreitende Nervenkrankheit zu finden.

Der Schauspieler war mit seinem Zurück in die Zukunft-Co-Star Christopher Lloyd in der britischen Talkshow The One Show zu Gast. Die beiden diskutierten die neue Musical-Adaption des Films und Fox sprach auch über seine Arbeit, ein Heilmittel für die Parkinson-Krankheit zu finden.

"Ich bin sehr hoffnungsvoll"

„Ich bin sehr hoffnungsvoll – die Milliarde Dollar wird nicht nur gesammelt, sondern es ist eine Milliarde Dollar, die für die Forschung bestimmt ist, also was auch immer wir sammeln, der Großteil davon geht direkt in die Forschung“, sagte er den Moderatoren Jermaine Jenas und Sam Quek. „Wir glauben, dass wir eine Menge Türen eintreten“, fuhr er fort.

„Es gibt viele verschiedene Wege, die wir aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der wissenschaftlichen Gemeinschaft bearbeiten müssen, aber wir glauben, dass wir die Chance haben, einige Antworten zu liefern.“

Er fügte hinzu: „Und wir glauben, dass wir innerhalb von rund zehn Jahren ein paar wirklich aktive Behandlungen und einige Heilmittel haben könnten.“

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In einem anderen Interview mit ITV News appellierte der Schauspieler auch an die Wissenschaftler, die gleiche schnelle Zusammenarbeit wie bei der Entwicklung der COVID-Impfstoffe zu nutzen, um ein Heilmittel für lebensbedrohliche Krankheiten zu finden.

Obwohl er dankbar ist, dass seine Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2000 mehr als 1 Milliarde Dollar (umgerechnet ca. 850 Mio. Euro) für Forschungsprogramme gesammelt hat, glaubt er, dass noch mehr getan werden könnte, um die Krankheit zu bekämpfen: „Wir haben bei dem Virus gesehen, dass, wenn sich die klügsten Leute der Welt zusammentun und sagen, wir schaffen das, sie es auch schaffen“, sagte er gegenüber ITV News.

„Die Impfstoffentwicklung war superschnell. Sie wissen gar nicht, wie schnell das ging. Wenn wir also die gleiche Guerilla-Taktik bei Krankheiten, Leiden und Krebserkrankungen anwenden [und] einfach alle Aufmerksamkeit darauf richten können. Es einfach in Angriff nehmen.“

Michael J. Fox lebt seit 1991 mit der Parkinson-Krankheit, hier ein Foto von April 2019 in New York. (Getty Images)
Michael J. Fox lebt seit 1991 mit der Parkinson-Krankheit, hier ein Foto von April 2019 in New York. (Getty Images)

Fox hat bereits früher über das Leben mit der Krankheit und seine erste Reaktion auf die Diagnose gesprochen: „Das war eines der wenigen Male in meinem Leben, wo ich sagen wollte: ‚Wisst ihr, wer ich bin? Das ist lächerlich, das können Sie mir nicht sagen‘“, sagte er gegenüber CBS Sunday Morning. „Das war ein Fall, bei dem ich einfach dachte: Das ist absurd, dass mir das passiert.“

Er räumte zwar ein, dass der Umgang mit der Parkinson-Krankheit zu einem ständigen Kampf geworden ist, doch Fox erklärte, dass er sich in einer privilegierten Position befinde, um bei der Suche nach einem Heilmittel helfen zu können.

„Ich wünschte, ich wäre nicht in dieser Situation“, sagte er, „aber es war eines der großen Geschenke in meinem Leben, dass ich in der Lage war, meine Sichtweise über die Scheußlichkeit der Krankheit zu nehmen und sie mit der Sichtweise anderer Leute über die Scheußlichkeit der Krankheit zu vereinen und zu versuchen, eine Lösung zu finden.“

"Parkinson ist ein Geschenk"

In dem ITV-Nachrichteninterview wiederholte er diese Gefühle: „Parkinson ist ein Geschenk“, räumte er ein, das es ihm ermöglicht hat, „einzugreifen und etwas zu tun, was er sonst nicht getan hätte.“

Trotz seines Optimismus und seiner Hoffnung auf eine Heilung wies der Star auch darauf hin, dass die Krankheit „immer weiter fortschreitet“.

Die Parkinson-Krankheit ist eine Erkrankung, bei der Teile des Gehirns über viele Jahre hinweg zunehmend geschädigt werden. Laut dem britischen Gesundheitsdienst NHS führt dies zur Beeinträchtigung der Muskelkontrolle und des Gleichgewichts.

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Zahlen der Wohltätigkeitsorganisation Parkinson's UK zeigen, dass in Großbritannien bei etwa 145.000 Menschen (oder einem von 350 Erwachsenen) diese Krankheit diagnostiziert wurde.

Die drei Hauptsymptome sind Zittern, Steifheit und Verlangsamung der Bewegungen.

Es können jedoch auch andere Symptome auftreten, darunter Schlaf- und Gedächtnisstörungen sowie psychische Probleme.

Senkt Koffein das Risiko?

Im Jahr 2020 wies eine Studie darauf hin, dass das Trinken von Tee oder Kaffee helfen könnte, die Auswirkungen der Parkinson-Krankheit abzumildern.

Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die degenerative Erkrankung des Gehirns bei Menschen, die koffeinhaltige Getränke konsumieren, weniger häufig auftritt.

In einer im Journal of Parkinson's Disease veröffentlichten Studie haben Wissenschaftler der Harvard Medical School jedoch herausgefunden, dass Koffein und eine andere Verbindung namens Urat, beim Menschen schützende Eigenschaften haben, nachdem dies bereits bei Tieren bestätigt werden konnte.

Die Forscher befragten 369 Personen mit und 197 Personen ohne Parkinson und maßen deren Urat- und Koffeinspiegel.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, an Parkinson zu erkranken, mit steigendem Koffeinkonsum deutlich abnahm, wobei Alter, Geschlecht und Body Mass Index (BMI) berücksichtigt wurden.

Marie Claire Dorking

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