Mit diesem Trick kocht Milch nicht mehr über

Sophie Winter
Freie Autorin

Für Pudding, Vanillesoße, Milchreis oder einen Gute-Nachttrunk mit Honig – heiße Milch braucht man für viele Dinge. Wenn man dann den Moment verpasst, in dem die Milch hochkocht und überläuft, hat man das Malheur. Dabei gibt es einen ganz einfachen Trick, um genau das zu verhindern.

Wer nicht aufpasst, muss die Milch vom Herd aufwischen (Symboldbild: Getty Images)

Milch setzt sich aus mehr als 90 verschiedenen Bestandteilen zusammen, doch verantwortlich für das Überkochen sind nur zwei: Fett und Wasser. Milch ist voll von winzigen Fetttröpfchen, die im kalten Zustand herumschwimmen, aneinanderstoßen, sich manchmal miteinander verbinden, aber in der Mehrzahl getrennt von einander bleiben. Dafür, dass sie nicht alle zusammenkleben, sorgt das Eiweiß Kasein.

Ab 80 Grad kleben die Fetttröpfchen zusammen

Wird die Milch nun erhitzt, bewegen sich die Fetttröpfchen immer schneller, stoßen häufiger zusammen und verschmelzen ab spätestens 80 Grad miteinander. Ab dieser Temperatur kann das Kasein sie nicht mehr trennen, an der Oberfläche entsteht die Milchhaut. Gleichzeitig verdampft das Wasser in der Milch und der Dampf steigt nach oben. Wegen der Milchhaut kann er nicht entweichen, darunter sammelt sich der Dampf solange an, bis der Druck so groß wird, dass er die Haut anhebt und die Milch überkocht.

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Metallenes Besteck löst das Problem

Verhindern kann man das ganz einfach, indem man man einen Löffel, eine Gabel oder ein Messer in den Topf stellt. Die einzige Voraussetzung ist, dass das Besteck aus Metall besteht. Das nämlich leitet die Hitze ab und bricht die Milchhaut auf.

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