Mit diesen Tricks bekommt man viel mehr Saft aus einer Zitrone

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Zitronen sind vielseitig einsetzbar, doch das Entsaften ist immer wieder aufs Neue nervig und meist auch nicht sonderlich ergiebig. Doch mit ein paar simplen Tricks kann man viel mehr Saft aus Zitrusfrüchten gewinnen.

Mit ein paar simplen Tricks lässt sich aus Zitronen noch viel mehr Saft gewinnen. (Bild: Getty Images)
Mit ein paar simplen Tricks lässt sich aus Zitronen noch viel mehr Saft gewinnen. (Bild: Getty Images)

Zitronen sind wahre Allrounder im Haushalt. Egal ob für eine Heiße Zitrone mit viel frischem Vitamin C an kalten, verschnupften Tagen, als Zutat für ein sommerlich-frisches Salatdressing, für eine selbstgemachte Zitronenlimonade, für den leicht säuerlichen Zuckerguss für die Weihnachtsplätzchen oder sogar als Hilfsmittel zur Kalkentfernung beim Putzen. Zitronen sind vielseitig verwendbar, wenn nur das nervige Entsaften nicht immer wäre. 

Nun könnte man natürlich fertigen Zitronensaft ganz einfach im Supermarkt kaufen, aber wie bei vielen anderen Früchten schmeckt Zitronensaft eben dann am besten, wenn er frisch gepresst wurde.

Und es gibt ein paar ganz einfache Tricks, mit denen man noch viel mehr Saft aus Zitrusfrüchten wie Zitronen, Orangen oder auch Grapefruits herauspressen kann.

Druck

Eigentlich logisch. Mit mehr Druck gibt es auch mehr Saft. Aber wenn ihr die Zitrone schon vor dem Aufschneiden mit leichtem Druck eurer flachen Hand über die Arbeitsplatte rollen lasst, könnt ihr später beim Auspressen mehr Saft bekommen. Denn durch diese kleine "Massage" platzen in der Frucht die einzelnen Fruchtkörper und zwar nicht nur die inneren, die beim Auspressen nahe an der Zitronenpresse liegen, sondern auch die Fruchtkörper, die sich am äußeren Rand der Zitrone oder auch Orange befinden, was mit deutlich mehr Saft belohnt wird.

Wärme

Neben Druck lässt sich auch mit Wärme wesentlich mehr Saft aus einer Zitrone gewinnen. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Entweder ihr legt die Zitronen vor dem Auspressen für ein paar Minuten in eine Schüssel mit heißem Wasser oder, wer es schneller haben möchte, schneidet die Zitrone in der Mitte durch, legt sich auf einen Teller und gibt sie für 20 Sekunden bei 600 Watt in eine Mikrowelle. Dadurch zerplatzen die Zellwände der Frucht und schon fließt der Saft deutlich besser.

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Statt Wärme klappt dieser Trick auch mit Kälte. Dafür die Zitrone für ein paar Minuten ins Tiefkühlfach legen, auch hier platzen dadurch die Zellwände. Man sollte dann allerdings nicht vergessen, die Zitrone rechtzeitig wieder aus dem Gefrierschrank zu holen, bevor die ganze Frucht einfriert.

Dieser Trick funktioniert aber nicht, wenn die Zitrone nur im Kühlschrank lag. Zitrusfrüchte sollten generell, solange sie nicht angeschnitten sind, nicht im Kühlschrank gelagert werden. Wenn doch, dann vor dem Auspressen rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen, damit sie Zimmertemperatur bekommen können.

Schneiden und Anstechen

Beim Schneiden einer Zitrone scheiden sich die Geister. Die einen bevorzugen den diagonalen Schnitt, weil dadurch mehr Fruchtfasern beschädigt werden und sich die Oberfläche, aus der die Flüssigkeit fließen kann, vergrößert. Andere wiederum schneiden eine Zitrone, Orange oder Grapefruit quer auf, da sie dann beim Auspressen, egal ob von Hand oder mit einer Zitruspresse, besser in der Hand liegt. Ob jetzt längs oder quer aufgeschnitten, wenn man nun vor dem Auspresse mit einem spitzen Messer oder eine Gabel ein bisschen ins Fruchtfleisch sticht, fließt danach der Saft wesentlich ergiebiger.

Mit dem Saft landen meist auch Fruchtkerne im Auffangbehälter. Aber mit einem kleinen Sieb bekommt man die ganz leicht herausgefischt und auch die Fruchtfleischfetzen landen am Ende nicht im Saft, vor allem wenn man diesen für einen süß-sauren-Zuckerguss verwenden möchte.

Frisch gepresster Zitronensaft hält sich im Kühlschrank übrigens zwei Tage.

Was tun mit der angeschnittenen Zitrone?

Eine angeschnittene Zitrone muss man nicht gleich wegwerfen, im Kühlschrank hält sich diese noch leicht einige Tage. Dafür einfach die Zitronenhälfte mit der angeschnittenen Seite nach oben auf einen kleinen Teller legen und in den Kühlschrank stellen. Die Schnittstelle trocknet aus und bildet auf diese Weise eine natürlich Schutzschicht, aber man kann natürlich auch auf ein Stück Frischhaltefolie zurückgreifen.

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Alternativ kann man auch etwas Essig auf einen kleinen Teller geben und die Zitronen mit der angeschnittenen Seite nach unten darauflegen. Dadurch soll die Zitrone länger frisch bleiben. Vor dem nächsten Auspressen dann aber nicht vergessen, vorher die Zitrone mit warmen Wasser abzuspülen.

Was tun, wenn man keine Zitruspresse hat?

Hat man keine Zitruspresse im Haus, kann man die Zitrone auch mit der Hand auspressen, was allerdings schon eine kleine Sauerei geben kann. Sollte man allerdings einen Nussknacker zur Hand haben, kann man statt einer Walnuss auch der Zitrone damit zu Leibe rücken und sie von ihrem Saft befreien.

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