Mit heißem Kaffee: Kanadier rettet festgefrorene Baby-Katzen

Schnell hat Kendall Diwisch die Lösung parat: Mit dampfendem Kaffee aus seinem Thermobecher kann er die festgefrorenen Schwänzchen der Jungtiere lösen. (Symbolbild: Getty Images)

Als Kendall Diwisch die drei ausgesetzten Kätzchen mitten auf der Straße entdeckt, erkennt er sogleich das Problem: Sie sind dort festgefroren. Mit Kaffee aus einem Thermobecher löst er ihre Schwänzchen vom Boden und nimmt die Tiere mit zu sich nach Hause.

Nahe der Stadt Drayton-Valley, im kanadischen Bundesstaat Alberta gelegen, hat ein Mann am Freitag drei festgefrorene Kätzchen gerettet. Kendall Diwisch, so ist sein Name, arbeitet dort auf dem größten Ölfeld Nordamerikas. Er war gerade in seinem Auto unterwegs, um frische Bohrlöcher zu inspizieren. Da fand er das Katzen-Trio in seiner misslichen Lage mitten auf der verschneiten Straße vor. Sie saßen nah beieinander, ihre Schwänze festgefroren in einer kleinen und vereisten Pfütze. Von seiner Rettungstat hat Diwisch ein Video auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht, seitdem wird er auf dem sozialen Netzwerk als Held gefeiert.

Über Nacht festgefroren

Zu seinem Post hat er zudem einen kurzen Text geschrieben: „Heute habe ich diese drei kleinen Racker auf einer Nebenstraße zu einem meiner Bohrlöcher gefunden. Vermutlich sind sie dort ausgesetzt worden. Die armen Geschöpfe waren an der vereisten Oberfläche festgefroren, sie haben wohl die ganze Nacht an genau dieser Stelle verbracht.“

Eins der Tiere konnte Diwisch schnell mit seinen Händen befreien, doch bei den beiden anderen gestaltete sich die Rettung schwieriger. In dem Video jaulen sie laut auf, als Diwisch versucht, ihre Schwänze zu lösen. Also stapft er durch den Schnee zurück zu seinem Wagen und greift nach seinem Kaffeebecher. Währenddessen redet er den Kätzchen gut zu und schnalzt immer wieder mit der Zunge: „Es wird alles gut. Nur einen Moment. Keine Sorge.“

Schnelle Lösung für das Problem

Zurück bei den Kätzchen, versucht eins wegzulaufen. Doch es kommt nicht vom Fleck. Diwisch schüttet vorsichtig seinen dampfenden Kaffee über die festgefrorenen Schwänze. Die braune Flüssigkeit sammelt sich in der Pfütze, die beiden Kätzchen fangen sofort an zu trinken. „Jemand hat euch ausgesetzt, oder?“, fragt Diwisch. Dann löst er die Schwänze vom Eis, sammelt das Trio ein und nimmt es hoch. Während er zu seinem Auto zurückgeht, sagt er: „Das ist so grausam.“

Das Video ist, seitdem es Diwisch am Freitag hochgeladen hat, knapp 500.000 Mal angeschaut worden, zudem haben es knapp 300 Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer kommentiert. Viele loben und danken Diwisch für seinen Einsatz. Andere boten auch an, die Tiere bei sich aufzunehmen. Denn Diwisch hatte auch noch das Folgende geschrieben: „Ich habe die drei mit nach Hause genommen, ihnen zu trinken und zu fressen gegeben. Sie sind lieb und scheinen gesund zu sein. Falls Freunde das hier lesen, die neue Familienmitglieder suchen: Meldet euch bei mir. Alle drei sind männlich, wir haben sie bereits entwurmt.“

Erfolgreiche Katzen-Vermittlung

Mittlerweile hat Diwisch ein Update zu seinem Beitrag veröffentlicht. Seine Katzen-Vermittlung verlief erfolgreich: „Alle drei sind heute in ihr neues Zuhause eingezogen. Sie bleiben zusammen und müssen nicht voneinander getrennt werden. Sie trinken, fressen und haben eine Menge Energie. Vielen Dank an alle, die sich angeboten haben, sie bei sich aufzunehmen.“