Model veranstaltet Anti-“Victoria’s Secret”-Catwalk

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Robyn Lawley (3. von links) startete mit ihren Kolleginnen einen Anti-Walk. (Bild: GettyImages/Stuart C. Wilson / Stringer)

Robyn Lawley startete in Großbritannien eine Gegenveranstaltung zur berühmten “Victoria’s Secret”-Show und beschwerte sich über das unrealistische Körperideal der Engel. Damit ist sie nicht die Einzige – der Wäsche-Gigant könnte bald ein echtes Problem bekommen.

Am 8. November 2018 schweben das schwedische Model Elsa Hosk, Hilfiger-Muse Gigi Hadid und Kardashian-Schwester Kendall Jenner über den wohl berühmtesten Laufsteg der Welt. Sie präsentieren die neue Kollektion des größten US-Unterwäsche-Herstellers Victoria’s Secret. Die jungen und scheinbar perfekten Model-Körper repräsentieren die angebliche Wunschvorstellung der Käufer. Das jedoch kritisiert Model Robyn Lawley und startet eine Anti-Kampagne.

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“Seit wann ist Stärke und ein gesundes Aussehen nicht mehr gut genug? Seit wann müssen Models unrealistische Größen präsentieren? Warum wird diese Statur als die einzig schöne Körperform angesehen? Ich erkenne Schönheit in allen Formen und Größen und ich liebe Sport und gutes Essen. […]”

Robyn Lawley hat eine eigene Fashion-Show in Kooperation mit der britischen Plus-Size-Modekette “Simply Be” ins Leben gerufen – inklusive ihres eigenen Engel-Casts mit Kolleginnen wie Hayley Hasselhoff, Felicity Hayward and Ashley James.

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“Wir alle sind Engel.”

Darüber hinaus startete sie eine Petition, in der sie erklärte: “Bis sich Victoria’s Secret dazu verpflichtet, ALLE Frauen auf ihrer Bühne zu repräsentieren, rufe ich zu einem kompletten Boykott der diesjährigen Show auf.” Auch legte das Unternehmen Simply Be eine Umfrage vor, die ergab, dass sich 73 Prozent der britischen Frauen nicht von Unterwäschemodels repräsentiert fühlen und Probleme damit haben, einen BH zu finden.

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Engel in der Krise

Den Widerstand, der sich seit einigen Jahren gegen die Modelmaße regt, und den gesellschaftlichen Wunsch nach mehr Natürlichkeit bekommt auch das Unternehmen zu spüren. Laut “Forbes” ist “Victoria’s Secret” schon seit ein paar Jahren auf dem absteigenden Ast die Konkurrenz ist zu stark und als Folge wenden sich die Kunden langsam anderen Herstellern zu. Lawley ist darüber hinaus nicht die Einzige, die gegen den Wäschehersteller vorgeht. So riefen drei Frauen bereits 2014 eine Petition ins Leben, die “Victoria’s Secret” sogar dazu zwang, den Produktnamen eines BHs zu ändern. Aus “Der perfekte Körper” wurde “Ein Körper für Jedermann” immerhin ein Erfolg.

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Im Video seht ihr, warum Victoria’s Secret in finanziellen Schwierigkeiten steckt: