Dieses Model verlor ihre Beine, aber fand ein neues Lebensziel

Lauren Wasser war die Verkörperung des heutigen Schönheitsideals. Im Jahr 2012 sah das damals 24-jährige Model jedoch ihr Leben an ihren Augen vorüberziehen. Sie wurde mit dem Toxischen Schocksyndrom diagnostiziert, in Folge dessen sie erst ihr rechtes Bein und sechs Jahre später auch ihr linkes Bein verlor. 

Während sie begann, sich von der lebensbedrohlichen Krankheit zu erholen, realisierte sie, dass sie eine komplett andere Art der Genesung durchlaufen musste als nur physisch wieder gesund zu werden. "Ich bin in der Modeindustrie groß geworden", erzählte Wasser Bustle über ihr Leben vor dem toxischen Schock. "Für mich war das die einzige Form der Schönheit, die ich kannte. Meine Welt waren meine blonden Haaren und die blauen Augen. Ich war unglaublich oberflächlich. Ich habe nie Ablehnung erfahren; ich war immer dazu in der Lage, alles zu tun und zu bekommen, was ich wollte"

Seit ihrer Genesung setzt sie sich für Frauen, die unter dem toxischen Schocksyndrom litten, ein. Sie hilft als Mentorin denjenigen, die sich gerade erholen und arbeitet mit politischen Akteuren, um die Krankheit, die oft von infizierten Tampons ausgelöst wird, ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Wasser unterstützte mit Lobbyarbeit den Gesetzesentwurf der New Yorker Kongressabgeordneten Carolyn Maloney, den Robin Danielson Feminine Hygiene Product Safety Act.

"Ich habe jetzt ein komplett neues Verständnis von Leben und Zielen und davon, worum es im Leben wirklich geht", sagt Wasser. "Es geht darum, was wir auf diesem Planeten zurücklassen, wenn wir gehen. Was kannst du tun, das einen langfristigen Einfluss hat?"

Obwohl sie ihre Beine verloren hat, abreitet Wasser weiterhin in der Modeindustrie und verfolgt ihre zweite Leidenschaft: das Laufen. Mit ihren goldenen Prothesen, die sie ihre "Trophäen" nennt, trainierte sie sogar für den New York Marathon Anfang November. Mit ihrem unendlichen Willen verwandelte sie eine Tragödie in persönliche Stärke, die sie zu so viel mehr als nur einem Magazincover macht.