Nach diesem Plan könnten Fitnessstudios vielleicht schon bald wieder öffnen

Nach und nach wird der Lockdown gelockert, Geschäfte dürfen wieder öffnen, Kinder gehen wieder in Schulen und auch für Restaurants gibt es einen Plan. Fitnessstudios stehen bislang nicht auf der Liste der Einrichtungen, für die eine baldige Öffnung vorgesehen ist. Laut dem Deutschen Industrieverband für Fitness und Gesundheit wäre das aber durchaus möglich.

Leere Geräte: Fitnessstudios sind immer noch geschlossen. (Bild: Getty Images)

Mit den gerade massiv einsetzenden Lockerungen nach dem Lockdown geht ein Risiko einher, dass Experten noch immer fürchten: Dass die Verbreitung des Coronavirus wieder exponentiell steigen könnte. Damit das möglichst nicht passiert, gelten in Einkaufsgeschäften, Restaurants, Schulen und Kitas spezielle Regeln. Genau dasselbe fordert der Deutsche Industrieverband für Fitness und Gesundheit (DIFG) auch für Fitnessstudios, für deren Wiedereröffnung es derzeit noch keinen Termin gibt. 

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Ohne Sport steigt das Risiko für bestimmte Krankheiten

Der Verband weist daraufhin, dass durch Isolation bedingter Bewegungsmangel gesundheitliche Probleme wie Diabetes, Depressionen und Herz-Kreislaufprobleme verursachen könne und hat darum die Kampagne #GesundheitBrauchtFitness ins Leben gerufen. Mit einem Sicherheitskonzept, das Experten der Technischen Universität München und der IST-Hochschule in Düsseldorf erstellt haben, will der Verband sicherstellen, dass Kunden ohne allzu großes Infektionsrisiko trainieren können. 

Mit fünf Punkten das Risiko klein halten

Fünf Punkte sehen die Wissenschaftler darin als wesentlich an. Erstens:
Die Mitarbeiter der Studios sollen speziell geschult werden, um im Hinblick auf Ansteckungswege, Infektionsschutz, Risikogruppen und Covid-19-Erkrankungen auf dem Laufenden zu sein.

Zweitens: Alle Mitglieder sollen mittels Informationsschreiben darüber informiert werden, welche Maßnahmen in dem Studio zu ihrem Schutz ergriffen werden. Drittens sollen die Zahl der Trainierenden reguliert und die Raumaufteilung in den Studios gemäß den Abstandsregelungen angepasst werden.

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Hochintensive Kurse, die die Atmung der Teilnehmer besonders stark erhöhen und damit auch die Ansteckungsgefahr bei einer Erkrankung eines Teilnehmers erhöhen, könnten ausgesetzt werden. Die Mitarbeiter könnten u.a. durch Plexiglasscheiben an der Anmeldung geschützt werden. Dazu soll es für Risikogruppen eigene Trainingszeiten oder spezielle Trainingspläne geben, mit denen sie zuhause trainieren können. Und die sogenannte ”Prozedurplanung“ enthält eine Handlungsanweisung für den Fall, dass ein Mitglied oder Mitarbeiter infiziert ist. Beste Voraussetzungen also, um die Studios hoffentlich bald wieder zu öffnen.

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