Nach Revierderby: Ein einziger Schalker stellt sich 800 Dortmundern entgegen

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Nach dem Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 (0:0) hat ein einziger Anhänger aus Gelsenkirchen für Aufregung gesorgt. Er stellte sich alleine einer Schar von etwa 800 Dortmund-Fans entgegen.

In Dortmund eskalierte die Lage. (Bild: Bundespolizei NRW)

Die Bundespolizei gab den Vorfall vom Dortmunder Hauptbahnhof bekannt. Offenbar stellte sich Schalke-Fan vor der Dortmunder Menge auf und provozierte die Schwarzgelben. Als die Provokationen von beiden Seiten eskalierten, musste die Polizei eingreifen. Der Schalker hatte wohl einen BVB-Fan angespuckt.

Mehrere Dortmunder hatten den Schalker attackiert, wurden aber von der Polizei übernommen. Etwa 80 Personen wurden aus dem Hauptbahnhof gedrängt. Dabei wurde Pfefferspray eingesetzt, zwei Anhänger des BVB mussten festgenommen werden.

Polizei spricht von “äußerst friedlichem Derby”

Gegen mehrere Dortmunder, die per Videokamera aufgezeichnet wurden, wird wegen Landfriedensbruch ermittelt. Die Dortmunder Fanhilfe gab am Sonntagabend bekannt: “Aus bislang nicht zweifelsfrei geklärten Gründen kam es trotz augenscheinlich ruhiger Lage, um die Ingewahrsamnahme der beiden Personen zu einer Räumung der Bahnhofshalle durch die Einheiten der Bundespolizei.”

Abgesehen von diesem Zwischenfall sprach die Polizei insgesamt aber von einem “äußerst friedlichen Derby” - dabei war die sportliche Lage durchaus brisant. Viele Medien hatten das Revierderby zur Schicksalspartie für Lucien Favre erklärt.

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