Die Nachfrage nach Burgen, Schlössern und Herrenhäusern boomt: Wer sich in der Pandemie ein Schloss kauft

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Symbolfoto eines Schlosses.
Symbolfoto eines Schlosses.

Habt ihr schonmal davon geträumt, zu leben wie in einem Märchen? Wenn ja, seid ihr damit nicht alleine. Seit dem Ausbruch der Pandemie sind Burgen und Schlösser auf dem Immobilienmarkt so beliebt wie nie zuvor.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, erleben Makler einen Ansturm auf diese historischen Objekte. So liegen dem Hamburger Fachmakler Christoph Freiherr von Schenck zu Schweinsberg 14 Gebote für ein Herrenhaus in Brandenburg vor. "Früher war man froh über einen einzigen Interessenten", sagte er der "SZ". Makler erklären den Trend damit, dass die Nähe zur Natur wieder gesucht werde. Viele Leute ziehe es aufs Land. Durch die Normalisierung der Homeoffice-Arbeit sei dies für viele eine echte Option geworden.

Außerdem spiele der Anlagenotstand den Burgen- und Schlösser-Maklern in die Hände, so die "SZ". Da wenige attraktive Neubauten auf dem Markt seien, sind es nun die historischen Gebäude, die zu beliebten Anlageobjekten geworden sind. Von ihnen gäbe es immer noch genug. Allein die Anzahl der Burgen wird auf 2500 geschätzt, wenn auch nur jede fünfte bewohnbar sei.

Vor allem Mittelständler sind an Schlössern interessiert

Doch wer kauft diese Objekte? Laut der "SZ" handle es sich überwiegend um mittelständische Unternehmen oder ihre Besitzer. Diese hätten meist das nötige Kapital und die Energie für ein solches Objekt. Aber es gäbe auf der auch richtige Sammler, die ausschließlich in solche Immobilien investieren.

Und eine Investition ist es allemal: Die Kaufpreise bei Schlössern und Burgen in relativ gutem Zustand liegen in der Regel im einstelligen Millionenbereich. Die "SZ" berichtet von Objekten, die zum Beispiel mit 2,5 Millionen bis 4,9 Millionen Euro bepreist seien. Zu den Objekten, die mit großen Sälen und teilweise sogar Brauereien ausgestattet sind, gehöre in einigen Fällen auch noch Ackerland dazu.

Ein solcher Kauf sollte mit Bedacht geschehen – und das nicht nur wegen des Preises. Gerade wenn ein Kauf mit Plänen zum Umbau geschieht, könnten diese durch Denkmalschutz verhindert werden. Auch sollten sich Käufer über hohe Reparatur-, Renovierungs- und Heizkosten im Klaren sein, bevor sie den Schritt zum Schloss-Besitzer wagen.

mwolf

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