Nächster Schwimm-Eklat: Sun Yang schreit Gegner ins Gesicht

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Der umstrittene chinesische Schwimmer Sun Yang hat bei der Schwimm-WM 2019 in Südkorea für einen Eklat gesorgt. Er schrie den Briten Duncan Scott an, nachdem dieser sich dem Podium und einem Handschlag verweigert hatte.

Sun Yang schrie in Richtung des Briten Duncan Scott. (Bild: Getty Images)

“Du bist ein Loser, ich bin der Gewinner”, schrie Yang sichtlich wütend, nachdem Scott bei der Medaillenvergabe nicht auf das Podium treten wollte und gemeinsame Fotos ablehnte.

Während Yang dem drittplatzierten Martin Malyutin aus Belgien die Hand schüttelte, gestikulierte er wild in Richtung Scott und jubelte demonstrativ auf dem Podium.

Protest gegen Doping-Sünder Sun Yang

Scott hatte, wie zuvor der Australier Mack Horton, Abstand zur Medaillenvergabe genommen. Hintergrund ist, dass Yang von einer Dopingsperre zurückkehrte und innerhalb des Sports noch immer stark umstritten ist.

Yang wird sich nach der Schwimm-WM einer weiteren Verhandlung stellen müssen. Offenbar hat einer seiner Teammitglieder eine Dopingprobe zerstört. Der deutsche Athletensprecher Jacob Heidtmann hatte es als “Frechheit” bezeichnet, dass Yang überhaupt antreten dürfe.

Stimmung aufgeheizt - Publikum buht

Das Publikum reagierte gespalten. Während einige Zuschauer den Briten für seinen Protest beklatschten, hielt das chinesische Publikum merklich dagegen. Insgesamt war die Stimmung in der Halle deutlich aufgeladen.

Unterstützung erhielt Scott aus dem britischen Lager. Adam Peaty erklärte: “Würde ich gegen Yang schwimmen, würde ich nicht auf das Podium steigen. Er sollte sich fragen, warum er ausgebuht wird.”

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