Nahm Herzogin Meghan an den Midterm Elections der USA teil?

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Herzogin Meghan ist bekannte Wahlverfechterin. Doch als ihre Teilnahme an den Midterms ist umstritten – Grund sind die Konventionen des britischen Königshauses. (Bild: JIM CLARKE/AFP/Getty Images)

Herzogin Meghan ist unter anderem dafür bekannt, eine leidenschaftliche Befürworterin des Wahlrechts zu sein. Doch das britische Königshaus sieht die Teilnahme an Wahlen gar nicht gern. Macht die Königsfamilie eine Ausnahme bei den auch für Herzogin Meghan so wichtigen Midterms?

Ende letzten Monats hielt die 37-Jährige eine bewegende Rede anlässlich des 125. Jahrestages des Wahlrechts für Frauen in Neuseeland. “Bei der Frauenwahl geht es nicht nur um das Recht für Frauen, wählen zu können, sondern auch darum, was das bedeutet”, so Herzogin Meghan. Ihre Einstellung zum Wahlrecht machte die US-Amerikanerin damit deutlich.

Nun standen in den Vereinigten Staaten von Amerika die Midterms vor der Tür – die wichtigsten Halbzeitwahlen seit Langem. Viele US-amerikanischen Stars sprachen sich für die Dringlichkeit aus, dass jeder sein Wahlrecht auch in Anspruch nehmen sollte. Es ging vor allen den Demokraten darum, wieder mehr Mitspracherecht im Repräsentantenhaus zu erlangen und es damit Präsident Donald Trump ein wenig schwerer zu machen.

Herzogin Meghan bemüht sich aktuell um die britische Staatsbürgerschaft

In der Vergangenheit hatte sich auch Herzogin Meghan immer wieder für das Wahlrecht ausgesprochen. Dennoch ist es möglich, dass die Herzogin von Sussex – die sich um die britische Staatsbürgerschaft bewirbt und immer noch in ihrem Heimatland, den USA, wählen kann – dazu angehalten wurde, anlässlich der Midterms das königliche Protokoll einzuhalten. Das könnte ihrem politischen Engagement einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.


“‘Applaus, Neuseeland, für den Einsatz für das Wahlrecht von Frauen vor 125 Jahren.’ – Die Herzogin von Sussex, als sie und der Herzog sich PM Jacinda Ardern und Governor-General Patsy Reddy anschlossen, um den 125. Jahrestag des Frauenwahlrechts in Neuseeland zu feiern.”

Obwohl es keine Gesetze zu diesem Thema gibt, besagt eine Erklärung auf der offiziellen Website des britischen Parlaments, dass die Königin generell nicht wählt, weil es “verfassungswidrig” wäre. Ein Sprecher des Buckingham Palace bestätigte “Newsweek” im vergangenen Jahr, dass enge Mitglieder der königlichen Familie es ihr “aus Konvention” gleichtäten und nicht wählten. Das würde für Herzogin Meghan bedeuten, als US-Amerikanerin auch an den folgenschweren Midterms nicht teilnehmen zu können.

Herzogin Meghan: Präsident Trump ist “frauenfeindlich”

In einem Beitrag ihres inzwischen nicht mehr existierenden Blogs “The Tig” ermutigte sie zuletzt die Leser, aktiv an den US-Wahlen 2016 teilzunehmen. Der ehemalige “Suits”-Star unterstützte auch die demokratische Kandidatin Hillary Clinton in den sozialen Medien und zerriss Donald Trump in einem Talkshow-Auftritt in der Luft. “Ja, natürlich spaltet Trump die Gesellschaft, denken Sie allein an die weiblichen Wähler”, positionierte sie sich in “The Nightly Show with Larry Wilmore”, “Ich denke, es war 2012, als die Republikanische Partei die weiblichen Stimmen in Höhe von 12 Punkten verlor; das ist eine riesige Summe und so frauenfeindlich wie Trump ist, und so lautstark darüber prahlt, macht das einen großen Teil dessen aus.”