Natalie Portman gesteht: „Ich kämpfe ständig dagegen an, nach meinem Äußeren beurteilt zu werden“

Natalie Portman ist auf dem Cover der Septemberausgabe 2019 des Magazins Harper’s Bazaar zu sehen. [Foto: Harper's Bazaar/Getty]

Natalie Portman weigert sich, nur aufgrund ihres Äußeren bewertet zu werden.

Die 38jährige Schauspielerin verriet dies in einem Interview mit der Zeitschrift Harper’s Bazaar für die Septemberausgabe, bei der sie auf dem Cover erscheint.

Das Cover wurde heute Morgen über den offiziellen Instagram-Account der Zeitschrift geteilt, der 759.000 Follower hat. Portman trägt darauf ein Hemdkleid mit Kragen von Dior, dazu Make-Up im Hollywood-Stil: Rote Lippen und auffällige Augenbrauen.

Sie sagt: „Als Frau kämpft man ständig dagegen an, dass der eigene Wert nur am Aussehen bemessen wird. Es kann ziemlich anstrengend sein, ständig durch den Blick und die Meinung anderer definiert zu werden.

„Und es gehört zur Definition von Schönheit, dass diese flüchtig ist. Sie kann nicht in der Zeit festgehalten werden, sie ist ein Schmetterling und lebt nur eine Sekunde lang. Man kann also den Sinn des Lebens nicht an Schönheit festmachen...“

Allerdings ist Portman seit langer Zeit das Gesicht von Dior und zählt – zumindest laut einer Studie – zu den schönsten symmetrischen Gesichtern unter den weiblichen Promis.

Hier ist sie, die Septemberausgabe von @bazaaruk – Natalie Portman hat uns mit einer Vielzahl an preisgekrönter Rollen fasziniert, von tragischer Ballerina bis hin zur legendären First Lady. Sie bereitet sich gerade auf eine neue Rolle als furchtlose Astronautin vor und spricht darüber, wie es ist, das Gesicht von Miss Dior zu sein, sowie über die Kriegsgeschichte ihrer Familie und die Kraft weiblicher Wut.
@NataliePortman trägt @dior
Interview: @justinepicardie
Fotos: @pamela_hanson
Styling: @leithclark
Make-Up: @peterphilipsmakeup
Haarstyling: @mararoszak
Maniküre: @jennahipp
Vielen Dank an @iamhannahridley@tommacklin

Sie hat jedoch im Laufe ihre 25jährigen Karriere bewiesen, dass sie weitaus mehr kann als nur gut aussehen. Zum Beispiel stand sie als Filmemacherin hinter der Kamera (sie führte bei drei Filmen Regie, wozu „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ von 2015 gehört) und engagiert sich für die gleichgeschlechtliche Ehe und die Rechte von Tieren.

Portman ist außerdem eine unerschütterliche Unterstützerin von Times Up – einer Bewegung, die sich gegen sexuelle Belästigung in Hollywood wehrt. Im Januar 2018 spendete sie der Bewegung $ 50,000 (etwa 44.852 Euro).

Sie sagt, dass sie es geschafft habe, durch diese Verbindungen eine Reihe gleichgesinnter Frauen um sich zu scharen, die sich ebenfalls dagegen wehren, nur als attraktive Schauspielerinnen bekannt zu sein.

„So viele Frauen, die ich durch Time’s Up kennengelernt habe, haben mich inspiriert – zum Beispiel Reese Witherspoon, America Ferrera und Kerry Washington. Die kreative Arbeit, die sie leisten, ist beeindruckend. Sie produzieren, führen Regie und kümmern sich außerdem wunderbar um ihre Familien“, erzählte Portman Harper’s Bazaar.

Sie ist bei weitem nicht die erste, die sich öffentlich gegen die oberflächlichen Standards Hollywoods ausspricht.

Schauspielerin und ehemaliges Bond Girl Halle Berry brachte bereits 2004 ähnliche Klagen vor.

„Mir ist nichts erspart geblieben, weil man mich für schön hält. Schönheit ist bedeutungslos, vergänglich“, sagte sie in einem Interview mit People.

Schauspielerin und Comedy-Star Tina Fey hatte einen anderen Ansatz, als sie in ihren Memoiren Bossypants schrieb: „Wenn dir nichts anderes erhalten bleibt, denke immer an die wichtigste Regel zum Thema Schönheit. Diese lautet: „Wen interessiert’s?“

Francesca Specter