Natürliche Alternativen: Deshalb solltest du auf Weichspüler verzichten

Immer mehr Menschen verzichten auf Weichspüler – weil sie sowohl der Umwelt als auch der Gesundheit schaden. Zum Glück gibt es wirksame natürliche Alternativen.

Frau mit frisch gewaschenem Handtuch vor einer Waschmaschine.
Kuschelweiche, duftende Wäsche: Worüber wir uns freuen, kann Allergien auslösen und der Umwelt schaden. Das Umweltbundesamt rät, Weichspüler nur dann zu verwenden, wenn es unbedingt notwendig ist. (Symbolbild: Getty Images)

Wie schön dieses Gefühl ist, abends unter die frisch duftende Bettdecke zu schlüpfen oder sich nach dem Duschen in kuschelig weiche Handtücher zu hüllen! Und doch gerät Weichspüler – unser liebster Garant für die Extraportion Geborgenheit – immer mehr in Verruf. Der Grund: Die enthaltenen Inhaltsstoffe können für die Umwelt und die Gesundheit schädlich sein.

Warum keinen Weichspüler mehr verwenden?

Unter anderem das Ratgeberportal ÖkoTest empfiehlt, auf die stark duftenden Flüssigspüler zu verzichten – und zwar aus mehreren Beweggründen:

Fragliche Inhaltsstoffe

Der betörende Duft der oft rosa-, hellblau- oder anderweitig pastellfarbener Weichspüler kommt nicht von irgendwoher: Jede Menge Chemikalien, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sind in den Flüssigspülern enthalten – von denen nur ein Bruchteil zur eigentlichen Weichheit der Wäsche beiträgt. Und auch diese textilglättenden Wirkstoffe – so genannte Tenside - sind mit Vorsicht zu genießen: Häufig handelt es sich hierbei um Rinderfett aus tierischen Schlachtabfällen, das sich um die Wäschefasern hüllt und dafür sorgt, dass sie sich kuschelweich anfühlen. Auf der Flasche vermerkt ist das nicht zwingend, sondern häufig versteckt unter kryptischen Bezeichungen wie „Dihydrogenated Tallowoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate“. Produkte mit speziellem Vegan-Siegel versprechen, keine tierischen Inhaltsstoffe zu nutzen – eine Chemiebombe bleibt der Weichspüler unter Umständen trotzdem.

Weichspüler schaden der Gesundheit

Die schon erwähnten Zusatzstoffe in Weichspülern können Hautreizungen und allergische Reaktionen auslösen. Davon ausgenommen sind spezielle Bio-Weichspüler – und für Allergiker verträgliche Produkte, die vom deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) mit einem grünen Label gekennzeichnet wurden. Doch trockene Haut und tränende Augen sind nicht die einzigen Nebenwirkungen, die Weichspüler haben kann: Einige der enthaltenen Konservierungsstoffe wie Formaldehyd oder Formaldehydabspalter, die zur Desinfektion eingesetzt werden, lösen nicht nur Allergien aus und reizen die Schleimhäute. Seit Jahren stehen sie bereits im Verdacht, krebserregend zu sein.

Weichspüler schaden der Umwelt – und der Waschmaschine

Laut Umweltbundesamt werden über 250.000 Tonnen Weichspüler jedes Jahr „verwaschen“ – und landen entsprechend im Abwasser. Zwar müssen entsprechend der gesetzlichen EU-Regelungen alle Tenside, also auch Tenside in Weichspülern, vollständig biologisch abbaubar sein. Dennoch landen mit jedem Waschgang Chemikalien im Abwasser, die sich vermeiden ließen. Das Umweltbundesamt rät deshalb: „Weichspüler sollten immer nur dann eingesetzt werden, wenn man seine Funktionen auch wirklich benötigt, da es sich hierbei um einen zusätzlichen Eintrag von Chemikalien in die Umwelt handelt. Wenn Sie nicht auf den Gebrauch von Weichspülern verzichten wollen, reduzieren Sie diesen und dosieren Weichspüler so sparsam wie möglich.“

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Nicht zuletzt schaden Weichspüler auch der Waschmaschine: Die schmierigen Tenside lagern sich als Film in der Waschmaschine ab – und bieten den perfekten Nährboden für Bakterien und Pilze. Das Ergebnis: Die Waschmaschine verbreitet unangenehme Gerüche – genau das Gegenteil von dem, was der Weichspüler eigentlich erreichen sollte!

Welche natürlichen Alternativen zum Weichspüler gibt es?

Nicht immer braucht es Weichspüler, um die Wäsche kuschelweich zu machen. Manchmal sind die natürlicheren Alternativen sogar besser, weil sie – anders als die fettigen Tenside – nicht die Wasseraufnahmefähigkeit des Textils (z. B. das Saugvermögen von Handtüchern) verringern. Nur ein Beispiel von vielen Alternativlösungen: Essig. Rund 30 bis 50 ml weißer Haushaltsessig, ins Weichspülerfach gegeben, macht die Wäsche bei neutralem Geruch genauso weich – und reduzieren ganz nebenbei Kalkablagerungen in der Waschmaschine und auf der Kleidung.

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Auch zwei Teelöffel Soda oder Natron, aufgelöst in 100 ml Wasser, können bei sehr hartem Wasser als Weichspüler dienen. Achtung bei Soda: Dieses auch als Waschsoda oder Natriumcarbonat bekannte Mittel lässt tierische Fasern wie Wolle, Seide oder Merino aufquellen.

Und der Duft?

Auch wer Weichspüler besonders wegen des enthaltenen Dufts verwendet, kann Alternativen finden: Einige Tropfen ätherischen Öls (naturrein), ins Weichspülerfach gegeben, sorgen für denselben Effekt.

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