Mit Navigation und Echtzeitübersetzungen: Google testet Datenbrille im Alltag

Unter anderem in einem Videoclip stellte Google den Prototyp der neuen Augmented-Reality-Brille vor, die in Echtzeit Sätze übersetzen kann. (Bild: Google/Screenshot YouTube)
Unter anderem in einem Videoclip stellte Google den Prototyp der neuen Augmented-Reality-Brille vor, die in Echtzeit Sätze übersetzen kann. (Bild: Google/Screenshot YouTube)

Wie wäre es wohl, direkt im Gespräch mit einer anderssprachigen Person übersetzte Untertitel zu sehen? Was nach Science-Fiction klingt, will Google Realität werden lassen - mithilfe einer Datenbrille, deren Prototyp nun im Alltag getestet werden soll.

Zweite Chance für die Google-Brille: Zehn Jahre nach dem ersten Versuch, eine Datenbrille auf den Markt zu bringen, steht der US-Konzern nun abermals kurz davor, eine Augmented-Reality-Brille in der Öffentlichkeit zu testen. Wie Google am Dienstag bekannt gab, sollen ab August mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einige ausgewählte Testpersonen Prototypen der Brillen auch außerhalb der Laborumgebung tragen.

"So können wir besser verstehen, wie diese Geräte den Menschen in ihrem Alltag helfen können", heißt es in einer Ankündigung des Unternehmens. Zudem sei es auf diese Weise bei der Entwicklung von Features wie der Navigationsfunktion möglich, "Faktoren wie das Wetter und belebte Kreuzungen zu berücksichtigen, die sich in Innenräumen nur schwer oder gar nicht vollständig nachbilden lassen".

Google "Glass" 2.0?

Die Testgeräte sollen mit sogenannten "In-Lens-Displays" sowie in ihren Funktionen stark eingeschränkten Mikrofonen und Kameras ausgestattet sein. So seien keine Foto- und Videoaufnahmen möglich. Nichtsdestotrotz verwendete die Brille Bilddateien, etwa, "um Erlebnisse wie die Übersetzung der Speisekarte vor Ihnen zu ermöglichen oder Ihnen den Weg zu einem nahe gelegenen Café zu zeigen".

Bereits 2012 stellte der Technologieriese ein Pilotmodell der Google "Glass" vor. Damals galt das Gadget als umstritten; Kritiker bemängelten die Missachtung von Datenschutz und Persönlichkeitsrechten. Um derartigen Konflikten vorzubeugen, soll bei der Neuauflage unter anderem an einem eingeschalteten LED-Licht erkennbar sein, ob die Aufnahmefunktion der Kamera läuft.

Wie die Tech-Webseite "The Verge" bereits Anfang des Jahres berichtete, sei ein Verkaufsstart ab 2024 geplant.

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