Diese App soll bei der Suche nach der neuen besten Freundin helfen

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

Per Matching-App einen Partner oder zumindest ein heißes Date finden? Klar, warum nicht. Doch auch die neue BFF ("Best Friend Forever") soll sich per Online-Katalog ausfindig machen können. Wie – und ob das funktioniert.

Eine App, um die neue beste Freundin zu finden? Warum eigentlich nicht? (Symbolbild: Getty Images)

Ein Swipe nach links oder rechts kann entscheiden, ob man das Gegenstück fürs Leben findet - oder eben (noch) nicht. So weit sind wir von Dating-Apps und Partnerbörsen schon sozialisiert, dass wir überzeugt davon sind, auf einen Blick entscheiden zu können, ob uns ein Mensch aus dem angebotenen Online-Katalog interessiert oder nicht. Bei der Suche nach einem möglichen Beziehungspartner zumindest scheint die zunächst oberflächliche Kategorisierung nach Aussehen, Größe, Erscheinungsbild ja Sinn zu ergeben – anders geht man beim bloßen Offline-Augenflirt in einer Bar ja auch nicht vor. Aber kann das auch bei Freundschaften funktionieren?

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Die App "Bumble" bietet einen solchen Service auch für "BFFs" an – für "Best Friends Forever", die besten Freundinnen (oder Freunde) also. Die haben sich die meisten von uns dann doch anders ausgesucht. Vielleicht hat man ewig gemeinsam die Schulbank gedrückt, im Seminar ein Semester lang über flache Dozentenwitze gelästert oder den langweiligen Nebenjob in den Sommerferien zusammen zum Erlebnis gemacht. Nur um den oberflächlichen ersten Eindruck geht es bei der Suche nach Freunden also nicht – kann das Dating-Prinzip bei der BFF-Suche denn dann funktionieren?

Neben der klassischen Dating-Funktion bietet "Bumble" ab sofort auch die BFF-Funktion an. (Bilder: Google Play)

"Bumble BFF" geht nach einem simplen Prinzip vor: Sympathie auf den ersten UND zweiten Blick. Denn neben dem wichtigen Haupt-Profilbild, das sicherlich zum Interesse des Gegenübers beiträgt, sind es vor allem die Interessen, die auch optisch auffällig angezeigt werden und zu einem möglichen Matching führen können. Sechs Bilder können hochgeladen werden, die "darauf basieren sollen, was man sucht", wird von "Bumble BFF" erklärt. Das kann ein typisches Urlaubsfoto sein von dem, der einen Reise-Buddy sucht, ein Bild aus dem Gym für den, der einen Fitness-Partner sucht – oder ein Mommy-Bild für Playdates mit dem Nachwuchs. Wer darüber hinaus noch mehr zeigen will, kann sein Instagram-Profil verknüpfen und intimere Details wie Lieblingsmusik und Hobbies angeben – und schon hat die potenzielle BFF erste tiefere Einblicke in das eigene Leben.

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Das erste Treffen muss natürlich dennoch persönlich stattfinden – und "funken" muss es zwischen besten Freunden ebenso wie zwischen potenziellen Beziehungspartnern. Die App, die sich selbst als "der einfachste Weg, neue Leute kennenzulernen" bezeichnet, ist sicher nur der erste Schritt dazu, sein persönliches Netzwerk zu erweitern. Ob man nach einem ersten Match am Ball bleibt, den anderen trifft oder es beim freundlich distanzierten Insta-Follow bleibt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen - genau wie im "richtigen" (Offline!-)Leben eben auch.

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