Ab November: Diese Neuerung beim Arzt müssen Sie kennen

Ein Arzt hält einen Zettel in seinen beiden Händen.
Ab November 2024 gibt es eine Neuerung beim Arzt, die für Patienten ein großer Vorteil sein könnte. Hier gibt es alle Infos über die neuen Regelungen. (Bild: Erstellt mit Midjourney / Patrick Hannemann)

In vielen Fällen geht es für Patienten nach dem Arztbesuch zur Physiotherapie. Rund 32 Millionen Verordnungen werden dabei in den Arztpraxen pro Jahr ausgestellt, damit Patienten Rücken-, Knie- oder Schulterschmerzen wieder loswerden. Bisher legen dabei aber die Ärzte Art und Dauer der Therapie fest. Das ändert sich ab November 2024.

Auch für Physiotherapie sind dann sogenannte Blankoverordnungen möglich. Die gibt es seit April schon für einige Bereiche der Ergotherapie. Damit übertragen Ärzte die Entscheidung, welche Therapie angewendet wird, auf Physiotherapeuten.

Eine Frau greift sich an ihre rechte Schulter.
Manuelle Therapie im Schulterbereich wird in einer Physiotherapie durchgeführt. (Bild: Robert Michael/dpa)

Die Entscheidung über die passende Therapie kann aber nicht in allen Fällen an die Physiopraxis abgegeben werden. Los geht es ab November 2024 aber mit Blankoverordnungen für viele Diagnosen (insgesamt 114) im Schulterbereich, etwa bei Frakturen von gelenkbildenden Knochen oder Arthrose.

Was sich für Patienten ändert? In der Physiopraxis wird auf jeden Fall eine eigene Diagnostik durchgeführt und anhand der Ergebnisse werden Therapieziele und Behandlungsplan festgelegt. Damit geben Ärzte auch nicht länger vor, wie oft und häufig ein Physiobesuch nötig ist.

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Ein Arzt hält einen Zettel in seinen beiden Händen.
Mit Blankoverordnungen können Ärzte die Entscheidung auf spezialisierte Therapeuten übertragen. (Bild: Erstellt mit Midjourney / Patrick Hannemann)

Neu ist, dass sich die Therapie flexibel anpassen lässt. Macht ein Patient langsamer Fortschritte als geplant, kann die Therapiemethode gewechselt werden. Auch mehr oder weniger Termine sind möglich, ohne dass Patienten für ein Folgerezept erneut zum Arzt müssen.

Eine Änderung gibt es bei Zuzahlungen: Patienten müssen wie bei normalen Rezepten auch bei Blankoverordnungen zehn Prozent der Kosten selbst zahlen sowie zehn Euro pro Rezept übernehmen.

Bei der Blankoverordnung stehen die tatsächlichen Therapiekosten aber nicht immer direkt fest, da etwa die Dauer der Behandlung flexibel gestaltet werden kann. Eine genaue Vorhersage der Zuzahlungsgebühren ist deshalb zu Beginn der Behandlung nicht möglich. Sie werden erst am Ende der Behandlungen bestimmt.