Neuseeländer fängt fliegendes Handy während Achterbahnfahrt

Shambhala in PortAventura war bis 2017 die höchste Achterbahn Europas (Bild: Reuters/Albert Gea)

Dass der Handygebrauch in einer Achterbahn aus gutem Grund verboten ist, musste kürzlich ein Besucher des spanischen Vergnügungsparks PortAventura am eigenen Leib erfahren. Doch er hatte Glück im Unglück: Zwei Reihen hinter dem Pechvogel saß ein Sportler, der überragende Reflexe bewies und das Handy auffing.

Der Neuseeländer Samuel Kempf hatte zuvor sein Land bei der Faustball-WM in Winterthur vertreten und an das Sportevent noch einen Europa-Urlaub mit seiner Familie angehängt. Der führte ihn an diesem schicksalsvollen Tag nach PortAventura in die Achterbahn Shambhala, bis vor kurzem noch die Größte und Schnellste Europas.

Dort beobachtete er das Smartphone-Debakel wenige Plätze vor ihm: “Der Typ zwei Reihen vor mir hatte zu Beginn beim Aufstieg der Bahn sein Handy draußen, dann fiel es ihm herunter und landete am Boden seines Wagens”, schilderte Kempf die Situation im Gespräch mit dem neuseeländischen Nachrichtenportal “stuff.co.nz”.

Aufgrund des Sicherheitsbügels habe der Smartphone-User sein Gerät nicht aufheben können. “Ich habe im Scherz zu meinem Bruder und den Leuten um uns herum gesagt: ‘Macht euch bereit zum Auffangen’.” Dass er das Handy dann tatsächlich bei über 130 km/h Fahrgeschwindigkeit auffangen sollte, war dann auch für Kempf selbst eine Überraschung.

“Ich hatte es schon wieder ganz vergessen, weil es so eine gute Fahrt war, aber als wir nach dem ersten Drop wieder aufgestiegen sind, ist das Handy durch mein Blickfeld geflogen, da habe ich danach gegriffen und geschafft, es zu fangen.”

Am Ende der Fahrt überraschte Kempf den Besitzer mit dem Smartphone, der bereits den Boden danach absuchte und vermutlich nicht mehr damit rechnete, es heil zurückzubekommen. “Er konnte es gar nicht glauben und gab mir eine kräftige Umarmung”, berichtete Kempf.

Zum Dank übernahm der Handy-Verlierer die Gebühr für Kempfs Aufnahme der Fahrgast-Kamera - die hatte zu dem Zeitpunkt dank der sensationellen Fangleistung bereits zu einem kleinen Publikumsmagneten unter den anwesenden Besuchern entwickelt.

Der Erfolg setzt sich seitdem auf Kempfs Youtube-Kanal fort: Über 5 Millionen User haben das Video dort bereits gesehen. Damit dürfte Kempf einen deutlich größeren Bekanntheitsgrad errungen haben, als es bei einem Faustball-Titel (der nebenbei bemerkt an Deutschland ging) der Fall gewesen wäre.