Notlandung in Angola: Anna Schürrle in Todesangst

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Sommer, Sonne, Strand — für Anna (35) und André Schürrle (32) und die Kids stand ein Traumurlaub in Südafrika auf dem Programm, während sich die einstigen Kollegen des Ex-Nationalspielers bei der WM in Katar blamierten.

"Erstmal angefangen zu heulen"

Doch auf dem Rückflug dann die Katastrophe: Der Flieger, der das Paar am Sonnabend (3. Dezember) eigentlich von Kapstadt zur Zwischenlandung nach München bringen sollte, musste auf dem Weg nach Deutschland nach dem Ausfall eines Triebwerks ungeplant in Angola landen. Ein Alptraum, auch für erfahrene Fliegerinnen wie Anna, die als ehemalige Flugbegleiterin genau weiß, wie das Prozedere aussieht. "Trotzdem war es das erste Mal, dass ich eine derartige Landung miterlebt habe. Nach der Ansage des Kapitäns habe ich erstmal angefangen zu heulen. Vielleicht weil ich weiß, was das alles bedeutet oder auch einfach, weil ich jetzt Mama bin", so ihr Rückblick in ihrer Instagram Story.

Anna Schürrle sitzt mit Familie in Angola fest

Die Landung verlief glatt, doch damit waren die Probleme für die Passagier*innen noch lange nicht vorbei, wie Anna Schürrle weiter berichtete. In Angola herrschen strenge Visums-Bestimmungen, niemand durfte den Flughafen der Hauptstadt Luanda einfach so verlassen. Sieben Stunden mussten alle warten, bis feststand, dass der Flieger nicht wieder starten konnte. "All das zu durchleben – als Erwachsene alleine schlimm und nervig, aber mit Kids echt next Level und dramatisch. Man macht sich einfach Sorgen", so Annas Fazit ihres Abenteuers mit zwei Kleinkindern (Bodhi und Kaia sind ein und drei Jahre alt). Schließlich habe man sie ins Hotel gebracht, alles sei soweit glatt gelaufen. Über Madrid sei es schließlich nach Berlin zurückgegangen — 50 Stunden Abenteuer. André habe alles getan, damit sie schließlich so schnell wie möglich wieder zuhause waren. "Diese Erfahrung hat uns als Familie noch mehr zusammengeschweißt", berichtete eine erleichterte Anna Schürrle.

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