Öffentliche Verkehrsmittel: Was sich durch das Coronavirus ändert und wie Sie sich schützen können

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ab. Doch was, wenn es keine andere Möglichkeit gibt? Die wichtigsten Verhaltensempfehlungen im Überblick.

In deutschen Bussen ist der Ein- und Ausstieg nur noch in den hinteren Türen gestattet. (Bild: Getty Images)

"Nutzen Sie wenn möglich keine öffentlichen Verkehrsmittel, sondern bevorzugen Sie das Fahrrad, gehen Sie zu Fuß oder fahren mit dem eigenen Auto." So lautet die Empfehlung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Doch was ist mit denen, die kein Auto besitzen, weitere Wege zurücklegen müssen, als sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen sind und die auf Bus, Bahn & Co. aus wichtigen Gründen angewiesen sind?

Seit einigen Tagen bereitet der öffentliche Nahverkehr den Kommunen Kopfzerbrechen. Zum einen gilt er als "kritische Infrastruktur", bei der ein "verlässliches Grundangebot" sichergestellt werden muss, zum anderen sind Busse, U- und S-Bahnen sowie Züge wahre Virenschleudern. Anders als in Asien wird in Deutschland bislang noch auf die penible Desinfektion verzichtet.

Das empfiehlt die Deutsche Bahn

In den Zügen, Bussen und Bahnhöfen der DB gelten die allgemeinen Hygiene-Empfehlungen, die unter anderem das Bundesministerium für Gesundheit für alle Lebensbereiche ausgegeben hat.

Das betrifft auch das empfohlene Abstandhalten zu den Mitreisenden. Die DB hat nach eigenen Angaben weitere zusätzliche Maßnahmen getroffen, um eine Ausbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen. Dazu gehört beispielsweise die Installation von Plexiglasscheiben in den Reisezentren in den Bahnhöfen. In den Zügen werden Tickets nur noch auf Sicht kontrolliert.

S-Bahn, U-Bahn und Busse

In vielen Städten wie beispielsweise Stuttgart, München und Berlin fahren S- und/oder U-Bahn derzeit mit maximaler Zuglänge, um den Passagieren den empfohlenen Abstand zu Mitreisenden von mindestens 1,50 Metern zu ermöglichen. Die Türen der Fahrzeuge – soweit technisch möglich – werden automatisch geöffnet, so dass die Fahrgäste den Türtaster nicht selbst betätigen müssen und die Fahrzeuge besser durchlüftet werden. Dies trifft beispielsweise in München auf nahezu alle Tramzüge, die neuen U-Bahnen (Typ C1 und C2) und fast alle Busse zu.

Um das Personal vor einer Infektion zu schützen, ist im Busverkehr in den meisten Städten die vordere Tür gesperrt und der Ein- und Ausstieg dadurch nur noch in den hinteren Türen möglich. Zudem findet kein Ticketverkauf mehr durch den Fahrer statt.

Vor allem in den öffentlichen Verkehrsmitteln - wie hier in Hannover - sollten Sie wenn möglich Mundschutz und Handschuhe tragen. (Bild: Getty Images)

Empfehlungen für Fahrgäste der Münchner Verkehrsgesellschaft

  • Halten Sie wo immer möglich Abstand zu anderen Fahrgästen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

  • Halten Sie insbesondere beim Husten und Niesen Abstand zu anderen

  • Husten und niesen Sie in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch

  • Waschen Sie häufig und gründlich Ihre Hände (mindestens 20 Sekunden)

  • Halten Sie Ihre Hände von Ihrem Gesicht fern

Achten Sie darauf, mit Ihren Händen nicht das Gesicht zu berühren. Tragen Sie wann immer möglich Handschuhe. Und waschen Sie sich regelmäßig die Hände. (Grafik: dpa)