Packender Nippon-Showdown: Neun Autos kämpfen um Super-GT-Titel 2020

Heiko Stritzke
·Lesedauer: 2 Min.

Einen solchen Titelkampf hat es im Motorsport selten gegeben: Am Sonntag kämpfen in der Super GT neun von 15 Autos um den Titel in der GT500-Kategorie. Realistisch betrachtet haben noch acht Fahrzeuge Titelchancen, allein aus eigener Kraft können es sechs schaffen.

Gefahren wird zum vierten Mal in dieser Saison auf dem Fuji Speedway mit Class-1-Boliden nach DTM-Reglement. Es geht über eine 300-Kilometer-Distanz beziehungsweise 66 Runden.

Am Ende einer abwechslungsreichen Coronasaison mit fünf Siegern aus sieben Rennen kämpfen ein Nissan, drei Hondas und fünf Toyotas um den höchsten nationalen Titel in Japan. Zudem wird beim Finale auf den sonst üblichen Erfolgsballast verzichtet, sodass alle Fahrzeuge die gleichen Chancen haben.

Das Punktesystem 20 - 15 - 11 - 8 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 plus ein Bonuspunkt für die Pole-Position sorgen für eine spannende Ausgangslage. Denn die ersten sechs Fahrzeuge liegen innerhalb von vier Punkten, können also allesamt noch aus eigener Kraft den Titel holen.

Keine markeninterne Teamorder

Zwei weitere Fahrzeuge liegen in einem Fenster von neun Punkten, also weniger als der Differenz zwischen dem ersten und dritten Platz plus Bonuspunkt.

Die GT300 besteht aus GT3-Fahrzeugen und speziell aufgebauten Boliden

Die GT300 besteht aus GT3-Fahrzeugen und speziell aufgebauten Boliden<span class="copyright">Masahide Kamio</span>
Die GT300 besteht aus GT3-Fahrzeugen und speziell aufgebauten BolidenMasahide Kamio

Masahide Kamio

GT300: Nissan in der Pole-Position für Titel

Abgerundet wird die Spannung durch einen ebenfalls noch offenen Titelkampf in der GT300, in der GT3-Fahrzeuge gegen japanische Eigengewächse antreten. Hier ist die Situation nicht ganz so dramatisch wie in der GT500, trotzdem kann auch hier der Zweitplatzierte den Titel noch aus eigener Kraft holen. Der fünftplatzierte Subaru BRZ ist ein Werkseinsatz.

1. Kiyoto Fujinami/Joao Paulo de Oliveira, Nissan GT-R Nismo GT3 (Kondo) - 56 (2)
2. Naoya Gamou/Togo Suganami, Mercedes-AMG GT3 (K2 R&D) - 51 (1)
3. Katsuyuki Hiranaka/Hironobu Yasuda, Nissan GT-R Nismo GT3 (Gainer) - 43 (1)
4. Hiroki Yoshia/Kohta Kawaai, Toyota GR Supra GT300 (Saitama Toyopet) - 41 (1)
5. Takuto Iguchi/Hideki Yamauchi, Subaru BRZ GT300 (R&D Sport) - 41 (0)
6. Toshiki Oyu, Honda NSX GT3 (ARTA) - 41 (0)
(7. Shinichi Takagi, Honda NSX GT3 (ARTA) - 38 (0))*
8. Nobuteru Taniguchi/Tatsuya Kataoka, Mercedes-AMG GT3 (Goodsmile/Ukyo) - 36 (0)

*als Teamkollege von Toshiki Oyu ohne Titelchance

Mit Bildmaterial von Masahide Kamio.