Peinliche Momente, die nur mit Kindern passieren

Timea Sternkopf
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Peinliche Momente, die nur mit Kindern passieren

Pinkelpannen, Fleckendesaster und Quengel-Dramen: Das Leben mit Kindern außerhalb der eigenen vier Wände kann ganz schön peinlich sein - auch wenn wir die Kleinen natürlich von Herzen lieben! Kommt Ihnen hier einiges bekannt vor?

Wer Kinder hat, der weiß: Das Leben ist ein endloses Abenteuer voller schöner, aber auch peinlicher Momente. Auch wenn Eltern Jahre später über die Geschichten hoffentlich lauthals lachen können, möchten die meisten wohl zum Zeitpunkt des Geschehens im Erdboden versinken.

Irgendwann werden Eltern peinlich

Wenn Sie Eltern eines kleinen Kindes sind und unangenehme Alltagssituationen mit Ihrem Nachwuchs gut kennen, dann nur noch ein bisschen Geduld: Früher oder später kommt die Zeit, wo Sie Ihren eigenen Kindern peinlich sein werden. Bis dahin könnten aber noch folgende peinliche Situationen passieren ...

Brüllendes Kleinkind auf Hochzeit

Sie sind auf einer Hochzeit eingeladen. Das Brautpaar in der Kirche ist gerade dabei, sich das Jawort zu geben. Alle Gäste sind glücklich und gut gelaunt - nur eine Person findet das ganze Spektakel zum Heulen: Ihr Kind! Es gibt keinen Ausweg aus dieser Situation: Bleiben Sie mit Ihrem brüllenden Kind sitzen, ernten Sie böse Blicke. Stehen Sie mitten in der Zeremonie mit einem tobsüchtigen Kind auf dem Arm auf und laufen an allen Gästen vorbei, wird es auch nicht weniger peinlich.

Fröhliches Kind auf einer Beerdigung

Wenn ein Kleinkind auf einer Beerdigung heult, sollte das nicht sonderlich auffallen. Peinlicher ist es allerdings, wenn Ihr Kind gutgelaunt auf der Beerdigung eines entfernten Verwandten spielen und lieber im Saal herumrennen möchte, als ruhig auf dem Schoß seiner Eltern zu sitzen. Ja, es gibt Momente im Leben, wo fröhliches Kinderlachen unpassend wirkt ...

Fleckige Kleidung

Wer schon mal ein Baby oder Kleinkind gefüttert hat, der weiß, dass es so gut wie unmöglich ist, sauber aus der Angelegenheit rauszukommen. Trotzdem kann es passieren, dass Sie unliebsame Flecken auh Ihrer Kleidung nicht bemerken und so aus dem Haus gehen. Richtig peinlich wird es, wenn Sie zum Beispiel zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen sind und beim Gespräch mit Ihren potenziell zukünftigen Arbeitgebern merken, dass Babybrei an Ihrer Bluse klebt. Was tun? Elegant ignorieren und hoffen, dass Ihr Gegenüber Ihr Gesicht anschaut, statt den grün-gelblichen Fleck auf Ihrer Kleidung. Oder Sie sprechen es proaktiv an und hoffen, dass Ihre Gesprächspartner Verständnis zeigen, da sie selbst Kinder haben.

Nackt auf der Straße

Nicht nur die angezogene Kleidung kann peinlich werden, sondern auch die ausgezogene - im Falle von Kindern. Ein natürliches Schamgefühl entwickelt sich erst im Laufe des Lebens. Für kleine Kinder ist es vollkommen in Ordnung, das T-Shirt auf der Straße hochzuziehen und den süßen kleinen "Bierbauch" zu präsentieren. Ungeniert in der Unterhose in der Fußgängerzone herumzurennen, ist auch etwas, das vor allem den Eltern peinlich ist, nicht dem Kind.

Pinkeln im Supermarkt

Bis Kinder windelfrei werden, braucht es viel Geduld. Oftmals wollen Kinder aus Stolz keine Windeln mehr tragen, aber können ihren Harndrang noch nicht lang genug unterdrücken. Tja, und Sie stehen gerade in einem Supermarkt ohne Kundentoilette. Entweder die Pfütze bildet sich mitten im Laden und Sie fragen nach Papiertüchern zum Aufwischen oder mit etwas "Glück" schaffen Sie es vor das Geschäft, wo Sie Ihr Kind mitten auf den Asphalt pinkeln lassen ...

Drama, Baby, Drama

Wenn Sie mit Ihrem Kleinkind einkaufen gehen, kann alles friedlich verlaufen. Oder auch nicht. Eine mögliche und sehr häufige Situation im Supermarkt beinhaltet ein wütendes, brüllendes Etwas (das noch vor einigen Minuten Ihr gut gelauntes Kind war), das sich vor der Kasse tobend auf den Boden wirft, weil es keine Gummibärchen bekommt. Die bösen Blicke gibt es kostenlos dazu. Doch seien Sie beruhigt, diese kommen sehr wahrscheinlich von Menschen, die selbst keine Kinder haben. Alle anderen schauen bemitleidend ...

Ein kleiner Ladendieb

Gehören Sie zu den ehrlichen Menschen, die noch nie ihn ihrem Leben etwas geklaut haben? Das könnte sich beim Einkaufen mit einem neugierigen Kleinkind ändern. Leider kann es schon mal passieren, dass kleine Kinder in einem unbeobachteten Moment aus ihrem Buggy ins Verkaufsregal langen und das Objekt der Begierde verschwinden lassen. Spätestens dann, wenn Sie es draußen bemerken und sich gegen eine Rückgabe entscheiden, können Sie sich selber einen Dieb nennen. Oder Sie geben die Ware zurück und erleben erneut einen peinlichen Moment mit Kind.

Scherben bringen Glück

Dinge können kaputtgehen, das ist nun mal so. Aber muss es unbedingt mit einem vollen Teller im Café passieren? Mit kleinen Kindern Essen zu gehen, hält so manche Risiken bereit. Doch selbst, wenn der Boden mit Sauce und Scherben bedeckt ist, sollten Sie die Ruhe bewahren. Meist sind Kinder bei solchen kleinen Unfällen so erschrocken, dass sie schnell zu weinen anfangen, vor allem wenn Mama oder Papa nervös reagieren.

Mama macht Kaka

Im Restaurant warten auf junge Eltern neben kleinen Unfällen noch weitere peinliche Momente. Zum Beispiel, wenn Mama kurz auf die Toilette geht, wiederkommt und mit folgendem Satz in schrillem Ton vom Nachwuchs begrüßt wird: "Mama, hast du Kaka gemacht?" Und auch über die eigene Notdurft wird gern Auskunft gegeben. Alternativ kann es auch passieren, dass Ihr Kind völlig ungeniert mitten im Restaurant oder Supermarkt laut brüllt: "Mama, ich muss Kakaaaaa! Es kommt schon!". Ach, wie schön, dass Kinder nichts für sich behalten können ...

Der Kindergarten weiß alles!

Achtung: Spätestens wenn Ihr Nachwuchs zu sprechen beginnt, sollten Sie aufpassen, über wen oder was Sie als Eltern in seiner Gegenwart sprechen und wie Sie sich verhalten. Mit Sicherheit ist es nicht so leicht, die Erzieher im Kindergarten zu schocken, aber es muss auch nicht unbedingt sein, dass jeder erfährt, dass Sie "immer nackt zu Hause rumrennen" und "die Mama von Leon blöd ist".

Peinliche Fragen in der U-Bahn

Kinder sind neugierig und wollen alles wissen. Da kann es in der U-Bahn schnell mal passieren, dass es mit vorgestrecktem Finger heißt: "Mama, warum ist die Frau so dick?" Alle Blicke haften daraufhin auf Ihnen und gefühlt jeder Fahrgast wartet gespannt auf die Antwort. Am besten ist, Sie erklären, dass Menschen nun mal alle unterschiedlich sind und dass es langweilig wäre, wenn jeder gleich aussehen würde. Dazu lächeln Sie freundlich zur Person und hoffen, dass Sie glimpflich davonkommen.

Was bedeutet "ficken"?

Sie warten mit Ihrem sechsjährigen Sohn, der gerade lesen lernt, an einem übervollen Bahnhof auf die S-Bahn. Aus Langeweile versucht er, alle Graffitis an der Wand zu entziffern und fragt plötzlich: "Mama, was heißt ficken?". Stille. Sie laufen rot an. Sie schwitzen. Alle gucken. Da hilft nur: "Das weiß ich jetzt auch nicht genau, ich werde es dir mal zu Hause erklären." Wenn Sie Glück haben, bleibt es dabei - wenn nicht, fragt Ihr Kind vielleicht jemand anderen an der Haltestelle ...

Wenn Mama beim Lügen erwischt wird

Es gibt viele Freizeiteinrichtungen, Parks oder Museen, wo Kinder bis drei Jahre freien Eintritt haben. Da Unternehmungen mit der ganzen Familie ganz schön ins Geld gehen, ist es nicht selten, dass Eltern an der Kasse beim Alter ihres Kindes ein wenig flunkern. Peinlich wird es dann, wenn Ihr Kind völlig empört Ihre Aussage korrigiert mit: "Aber ich bin doch schon vier!". Da hilft nur ganz schnell das Weite suchen und nie wiederkommen oder mit rotem Kopf verlegen lächeln und den vollen Preis bezahlen.