Die perfekte Duschroutine für den Winter

Wer sich nur auf Feuchtigkeitscremes verlässt, um in den kalten Monaten die Haut ausreichend zu hydratisieren, wird schnell ein Problem haben. Feuchtigkeitscremes fügen keine Feuchtigkeit hinzu, sondern verschließen diese nur in der Haut. Das heißt, Sie müssen dafür sorgen, dass auch aufreichend Feuchtigkeit zur Verfügung steht, die dann eingeschlossen werden kann.

Denken Sie nur an den wohl offensichtlichsten Moment voller Nässe: die Dusche. Unglücklicherweise ist ein heißes Bad – und daran ändert sich auch nichts, bloß es weil sich im Winter einfach göttlich anfühlt – genau das falsche Mittel. Die übermäßige Hitze dehydriert die Haut sogar noch. Dafür kann eine einfache Dusche wahre Wunder wirken!

Damit die Dusche ihre Wirkung entfalten kann und sich die Haut am nächsten Tag schön geschmeidig anfühlt, muss man allerdings einige Dinge beachten und genau die richtige Routine entwickeln. The Cut hat sich mit Dr. Patricia Wexler darüber unterhalten, wie man das Duschen so optimieren kann, dass man auch im Winter weiche und gesunde Haut hat.

Als erstes gilt es, die Dusche nicht auf siedend heiß zu stellen. Die ideale Temperatur ist lauwarm, sodass sich die Poren genug öffnen, um gereinigt zu werden, aber nicht ihrer natürlichen Feuchtigkeit beraubt werden. Das ist im übrigen auch gut für die Heizrechnung!

Zweitens sollte man die Duschzeit begrenzen. Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einem Campingplatz und es wartet eine Schlange vor der Tür!

Drittens, verwenden Sie keine Seife. Das klingt erst einmal nach genau dem Gegenteil von allem bisher Gelernten, aber die beste Wahl ist eine seifenfreie, parfumfreie Waschlotion. Je weniger Waschmittel und Glycerin im Produkt enthalten ist, desto weniger wird die Haut irritiert und ausgetrocknet.

Der nächste Schritt ist hart, aber leider hilfreich: Am Ende sollte man die Wassertemperatur auf eiskalt stellen. Der plötzliche Schwall kalten Wassers verschließt auf natürliche Weise die Poren, schützt sie damit vor Dreck und bindet die Feuchtigkeit in der Haut. Außerdem verbessert es die Blutzirkulation, stärkt das Immunsystem und ist eine todsichere Methode, morgens ganz schnell wach zu werden. Was die ganze Angelegenheit vielleicht ein wenig ansprechender macht: das ist genau das, was James Bond in allen Filmen tut. 

Und zu guter Letzt: Es gibt ein Zeitfenster von fünf Minuten, in denen die Feuchtigkeitscreme tatsächlich die Haut hydratisiert. Die beste Zeit, um Cremes einzumassieren (vermeiden Sie Lotions, da diese meistens einen höheren Alkoholgehalt haben und die Haut damit eher austrocknen), sind die ersten fünf Minuten, direkt nachdem sie aus der Dusche kommen. Schnell mit einem Handtuch trocken tupfen, bis die Haut nur noch leicht feucht ist, dann die Creme auftragen – und sich von nichts dabei aufhalten lassen.