„Pizza schmeckt besser“ – Bloggerin weist Fitness-Account zurecht

Fitness-Blogger präsentieren im Internet gerne ihre durchtrainierten Körper – eine bekannte Bloggerin möchte das so nicht mehr tun. (Bild: Lev Dolgachov/ddp Images)

Weil ihr Foto für ein Motivationsposting benutzt wurde, das für Kalorienverzicht plädierte, platzte einer Fitnessbloggerin auf Instagram der Kragen.

Dass eine Fitness-Seite ein Foto von ihr mit der Caption „Nichts schmeckt so gut, wie sich fit anfühlt“ postete, wollte die 22-jährige Bloggerin Sophie Gray so nicht stehen lassen. Der Spruch spielt auf den Kate-Moss-Sager „Nothing tastes as good as skinny feels“ (dt. „Nichts schmeckt so gut, wie sich dünn sein anfühlt“) an, den Moss selbst später als problematisch betrachtete. Gray, die laut „Daily Mail“ in der Vergangenheit mit Anorexie und Essstörungen kämpfte, konterte in der Kommentarleiste: „Ehrlich gesagt, aus Erfahrung und weil ich die Person auf dem Foto bin … ich weiß, dass Pizza und Kekse weitaus besser schmecken“, kommentierte sie das Foto, das sie – durchgestrichen – auch auf ihrer eigenen Seite postete.

„Ihr werdet nicht länger solche Fotos von mir auf Instagram sehen, aus diesem Grund – Ein Sixpack und einen Thigh Gap zu haben, macht nicht glücklich. Pizza und Kekse sind verdammt lecker. Und ich bin es leid, dass Frauen erzählt wird, sie müssten anders sein als sie es sind, um glücklich zu sein“, schreibt Gray in der Caption zum Foto.

Die Instagram-Gemeinde nimmt ihre Worte begeistert auf. „Du bist so toll. Danke, dass du das machst. Du erreichst viele Leute mit dieser inspirierenden und liebevollen Art. Selbstwertgefühl ist so etwas Wichtiges“, schreibt eine Userin. „Wir müssen glücklich und gesund sein, nicht perfekt“, findet ein anderer Nutzer der Social-Media-Plattform. Wiederum andere lobt sie für die Veränderung: „Ich habe gesehen, wie sich dein Account hier verändert hat. BRAVO! Wir brauchen mehr Kämpferinnen wie dich hier.“

Es ist nicht das erste Posting auf ihrem Instagram-Account dieser Art. Im Januar zeigte sich die Fitness-Bloggerin auf einem Foto mit einem Stück Schokoladenkuchen. Dazu schrieb sie: „Der war nicht glutenfrei, zuckerfrei oder kalorienfrei. Aber er war frei von schlechtem Gewissen.“

In einem anderen Posting zeigte Gray, dass Fitness und Genuss kein Widerspruch sein müssen. Dort rät sie: „Du kannst einen Keks essen und immer noch Resultate erzielen. Hör auf, dich selbst zu stressen.“