Pläne für 2018: Primark will neue Läden in fünf deutschen Städten eröffnen

Stylishe Klamotten für wenig Geld: Das verspricht Primark seinen Kunden. (Bild: ddp Images)

Im Jahr 2009 hat der irische Textil-Discounter Primark seine ersten Filialen in Deutschland eröffnet. Mit seinen Kampfpreisen, extrem niedriger Qualität und schlechten Arbeits- und Produktionsbedingungen sorgt die Kette auch immer wieder für Kritik. Nun hat das Unternehmen angekündigt, fünf weitere Läden in Deutschland zu realisieren.

Eine Hose für zehn Euro, das T-Shirt für vier. Mit Preisen wie diesen mischt Primark seit Jahren den internationalen Textilhandel auf. Wo immer eine Filiale eröffnet, ist der Ansturm der Kunden groß. Das hat vor allem damit zu tun, dass die Kleidungsstücke nicht aussehen, als würden sie von einem Discounter stammen. Nun hat das Unternehmen angekündigt, in Deutschland weiter zu expandieren.

Bye Bye Billig-Image: So setzt Primark jetzt auf Nachhaltigkeit

Fünf neue Filialen sollen im kommenden Jahr eröffnet werden. Wolfgang Krogmann, der Deutschland-Chef der irischen Modekette, sagte gegenüber dem „Handelsblatt“, man habe vor allem Städte „mit mehr als 150.000 Einwohnern“ im Blick. Wo das sein soll, verriet er auch: Und zwar in Bielefeld, Münster, Stuttgart, Ingolstadt und München.

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Der neonblaue Schriftzug wie bei dieser Primark-Filiale in Köln wird bald in fünf weiteren deutschen Städten zu sehen sein. (Bild: ddp Images)

Zudem betonte Krogmann, dass man trotz niedrigster Preise und der anstehenden Investitionen in neue Läden schwarze Zahlen schreibe. Derzeit unterhält Primark in Deutschland 22 Filialen. In ganz Europa und den USA zusammen kommt der Konzern auf über 300 Filialen.

Nicht nur aufgrund der Qualität und den Arbeitsbedingungen stand Primark in der Kritik, sondern auch diese Shirts sorgten für Unmut 

Bei Primark-Eröffnungen wie hier auf der Frankfurter Zeil bilden sich oft lange Schlangen. (Bild: ddp Images)

Das Billigunternehmen steht immer wieder in der Kritik: So werden der irischen Kette eine Wegwerfmentalität, Ressourcenverschleiß und fragwürdige Produktionsbedingungen vorgeworfen.
Um diesem Image entgegenzusteuern, betreibt Primark neuerdings eine Nachhaltigkeitsstrategie. Katharine Stewart, Direktorin für ethischen Handel und ökologische Nachhaltigkeit bei Primark, sagte unlängst in einem Interview mit der „Westfälischen Zeitung“, dass man sich mehr für nachhaltiges Wirtschaften in den Produktionsländern einsetzen wolle, insbesondere in Indien. Stewarts Team wurde dafür auf 90 Mitarbeiter aufgestockt.

Im Video: Kundin empört über Mager-Puppen im Schaufenster bei Primark