Pokémon in Erstickungsgefahr: Internet-Nutzer haben Mitleid mit Pikachu

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo
Szene aus dem Kinofilm "Pokémon Meisterdetektiv Pikachu" (Bild: ddp/INTERTOPICS/LMKMEDIA Ltd.)

Im Netz regt sich Widerstand gegen die lieblose Behandlung niedlicher Plüschtiere. Stein des Anstoßes ist eine Twitter-Nutzerin und ihr Pokémon-Maskottchen Pikachu, dem von einem Lieferdienst übel mitgespielt wurde.

Pikachu ist eine fiktive Figur, die zu der Spezies Pokémon gehört und sein Unwesen meist in Videospielen treibt. Sie ist aber auch der Held einer Anime-Serie und eines seit Mai dieses Jahres laufenden Kinofilms. Nicht zuletzt gibt es Pikachu als Plüschtier. In dieser Form kann es schon mal leicht Opfer unseres Internet- und Paketzustellungszeitalters werden.

Letzteres belegt der Fall einer Twitter-Nutzerin. Sie hatte ein Pikachu online bestellt, doch als die Ware eintraf, staunte sie nicht schlecht. Das Maskottchen befand sich zwar im Paket – allerdings nicht in seiner plüschig-niedlichen Pracht, sondern bemitleidenswert eingezwängt in einem Vakuumbeutel.

"Also, ich habe ein Detektiv-Pikachu-Plüschtier für meinen Schreibtisch bestellt, und ich muss sagen, so eingepackt hatte ich es nicht erwartet", schreibt die Twitter-Nutzerin unter dem Bild, das die befremdliche Situation illustriert.

Mitleid mit Pikachu hatte nicht nur die Besitzerin des Pokémon-Maskottchens. Etliche Internetnutzer pflichteten ihr bei. Einige sparten aber auch nicht mit ironischen Kommentaren in verbaler und vor allem in Form von Bildern, Videos und GIFs.

Ein Nutzer postete ein Bild von einer in Folie eingepackten Käsescheibe. Andere User dachten an eine Glaskugel, dessen Inhalt ein Pickachu ist. Beispiele für ähnlich behandelte Plüschtiere, Bilder mit traurigen Pikachus und GIFs mit verzweifelten Pokémons hinter Gittern – der Fantasie der Internetnutzer waren auch diesmal keine Grenzen gesetzt.

Die Geschichte des einvakuumierten Pikachus hatte letztlich ein Happy End. Das Stofftier wurde von seiner Besitzerin ausgepackt und nach ein wenig Drücken und Quetschen, wie sie schreibt, nahm es allmählich wieder seine Form an. Ende gut, alles gut.