Postbote verhindert Kita-Brand und hinterlässt nette Nachricht

Stefica Budimir-Bekan
Freie Autorin

Je nachdem, was der Postbote so im Gepäck hat, wird seine Ankunft mal mehr, mal weniger freudig erwartet. Als Held wurden aber bisher wahrscheinlich die wenigsten Brief- und Paketzusteller schon einmal bezeichnet. Bis Arne Frahm kurzentschlossen eine Kita vor einem Brand bewahrte – und dann auch noch eine nette Nachricht hinterließ.

Ein Paketzusteller hat in Kronshagen wahrscheinlich einen Brand verhindert. (Symbolbild: Getty Images)

Die gelben DHL-Paketzettel sorgen schon mal für genervtes Augenrollen. "Och nö, schon wieder zur Abholstation", denken sich wohl die meisten Empfänger und schimpfen auf den Paketzusteller, der doch ganz bestimmt zu faul war, beim Nachbarn zu klingeln…

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Ganz andere Gefühle löste der Abholschein nun in Kronshagen aus. Dort hatte ihn der Postbote Arne Frahm hinterlassen – und besonders rührend war nicht nur der persönliche Gruß, sondern vor allem die Nachricht. Die hat nämlich die Feuerwehr gefunden, die gerade mit einem Löschzug zum vermeintlichen Brand in einer Kindertagesstätte angerückt war. Doch Herr Frahm hatte das Problem bereits gelöst:

"Hallo; es war offen", hatte der Zusteller auf die Mitteilung geschrieben. "...habe den Herd ausgemacht und Fenster auf." Wie die "Kieler Nachrichten" berichten, war eine eingeschaltete abgedeckte Herdplatte so heiß geworden, dass sich Rauch gebildet hatte und der Rauchmelder ansprang. Die Erzieherinnen brachten daraufhin natürlich zuerst einmal die Kinder in Sicherheit – und zwar durch den Hintereingang.

“Er wollte noch nicht mal Anerkennung dafür”

Zufällig kam just in diesem Moment Arne Frahm mit seiner Lieferung am Vordereingang an. Er bemerkte den Rauch und handelte kurzentschlossen. Dann schrieb er seine nette Nachricht und wollte sich eigentlich gleich wieder an die Arbeit machen. Vor dem Gebäude traf er dann auf den Polizisten Thorsten Rettinghaus, der von der Regionalleitstelle alarmiert worden war.

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"Herr Frahm hat von sich aus das Problem erkannt, es eigenständig gelöst und will noch nicht mal Anerkennung dafür, sondern einfach nur weiter seiner Arbeit nachgehen", so Rettinghaus zu den "Kieler Nachrichten". "So viel Initiative und Engagement kann man sich nur von jedem wünschen."