Premiere: Im Zoo von Chester kommt erstmals ein Rotbauchmaki zur Welt

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Artenschützer freuen sich über die Geburt eines Rotbauchmakis, der im britischen Chester Zoo als erster seiner Art in Europa das Licht der Welt erblickte.

Das fluffige Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht festgestellt wurde, wurde nach einer 127 Tage langen Schwangerschaft geboren. Seine Eltern sind die vierjährige Aina und der achtjährige Frej.

Das Kleine wurde bereits Mitte April geboren, aber die Tierpfleger konnten den Winzling, der sich gut im dichten Fell seiner Mutter versteckte, erst jetzt erspähen.

Bei seiner Geburt wog der kleine Rotbauchmaki nur etwa 70 Gramm – ungefähr so viel wie eine Banane.

Seine Ankunft ist ein bedeutsamer Impuls für das europäische Zuchtprogramm der Spezies. In seiner Heimat Madagaskar ist der Rotbauchmaki stark gefährdet und vom Aussterben bedroht. Die Insel ist der einzige Ort, an dem Makis, die auch als Lemuren bekannt sind, in der Wildnis leben.

Ihre Lebensräume in den Wäldern Madagaskars werden zunehmend durch Landwirtschaft und Rodungen eingeengt, außerdem werden Makis zum Verzehr gejagt. Die aus 100 unterschiedlichen Makiarten bestehende Population hat dramatisch abgenommen.

Darum sei die Geburt eines Makis stets ein Grund zum feiern, betonte Claire Parry, die die Primaten im Chester Zoo als Assistant Team Manager betreut. Dass dieser Neuzugang der allererste Rotbauchmaki ist, der in Chester geboren wurde, freut sie besonders.

"Aina wurde zum ersten Mal Mutter und ging ganz locker durch die Schwangerschaft – sie ist sehr selbstbewusst mit ihrem Nachwuchs. Das Baby klammert sich stets eng an sie, und so soll es auch sein. Der süße kleine Lemur sieht total zufrieden aus, wie er sich im Mamas warmen Fell versteckt."

Viele große Lemurenarten sind bereits ausgestorben und auch 94% der verbliebenen Populationen könnten für immer verloren gehen, wie Zoodirektor Mike Jordan erklärte.

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