Pringles modernisiert Logo – Fans der Chips sind enttäuscht

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In Großbritannien hat Pringles sein Logo anlässlich des 30. Geburtstags modernisiert. Mr. P hat jetzt keine Haare mehr, dafür Augenbrauen. Fans der Chipsmarke sind wenig erfreut über den neuen Look.

Oversimplifying, also zu wenig detailreich, nennen viele Pringles-Fans das neue Logo. Foto: AP / PR Newswire Association
Oversimplifying, also zu wenig detailreich, nennen viele Pringles-Fans das neue Logo. Foto: AP / PR Newswire Association

Mr. P, sein vollständiger Name lautet Julius Pringles, hat einen neuen Look bekommen: Anlässlich des 30-jährigen Geburtstags wurde das Design der schnurbärtigen Chips-Ikone, die auf jeder Pringles-Rolle prangt, überarbeitet.

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Keine Haare, dafür Augenbrauen

Genauer: Es ist nicht der 30. Geburtstag der Marke Pringles, sondern das 30-jährige Bestehen in Großbritannien, wo die Chips erstmals 1991 in den Supermarkregalen erhältlich waren.

Zu diesem Anlass hat sich nicht nur Mr. Ps Bartfarbe geändert, von hellem Braun zu fast schwarz. Auch seine Augen sind dunkler geworden. Gleichzeitig ist seine rote Fliege geschrumpft und er hat seine Haare verloren, dafür aufgeregt hochgereckte Augenbrauen gewonnen. Damit erinnert Julius jetzt recht stark an ein bärtiges Emoji.

Nicht nur Mr. P sieht neu aus

Wie unter dem anderen der britische Mirror berichtet, handelt es sich dabei um die erste Design-Änderung seit rund 20 Jahren in Großbritannien. 

Im Zuge dessen wurde auch gleich das Marken-typische Rot satter und dunkler gestaltet. Erfunden wurde Mr. P bereits 1967 in New York von Designer Arch Drummond – heute handelt es sich um eine weltweit bekannte Markenikone. Pringles gehört zum US-Unternehmen Kellogg Company.

Wenig Begeisterung unter den Fans

Zur Design-Neuauflage wird auch die UK-Pringles-Sprecherin Florence Kayll zitiert: „Nachdem Mr. P für so viele Jahre unser treues Maskottchen war, hat er sich seinen neuen Look redlich verdient. Zwar hat er jetzt keine Haare mehr, trotzdem sieht er mit seinen auffälligen Augenbrauen und seinem charakteristischen Schnurbart jugendlicher aus als zuvor.“

Erste Reaktionen in sozialen Netzwerken zu dem neuen Look fallen wenig euphorisch aus. Ähnlich sieht es auch unter einem Video der US-Marke aus, wo Mr. P bereits im vergangenen Jahr modernisiert wurde. 

Dort schreiben die Chips-Fans: „Wieso habt ihr das getan? Ihr habt das Maskottchen kahlgeschoren und seine Details weggenommen. Wieso sollte das besser sein?“ Und: „Das Logo ist schlecht. Wieso habt ihr ihm seine Haare geklaut? Was ist los mit euch?“ Oder: „Bitte bringt Mr. P zurück. Der hier sieht aus wie sein Bruder, der schon ohne Haare auf die Welt gekommen ist.“

Wieso kein neues Verpackungsmaterial?

Manche kritisieren zudem, dass im Zuge der Modernisierung nicht auch gleich das Material der Verpackungsrolle angepasst wurde. Die ist aufgrund der Aluminium-Beschichtung schwierig zu recyclen und damit wenig umweltfreundlich. Dabei hatte Kellogg schon vor Jahren angekündigt, bis 2025 auf vollständig wiederverwertbare Verpackungen setzen zu wollen.

Doch ein Pilotprojekt vergangenes Jahr in UK, als Pringles für kurze Zeit eine neue Rolle aus Papier und ohne Aluminium einsetzte – wenn auch trotzdem noch mit einem Plastikverschluss – wurde schnell wieder beendet. Die BBC nannte das Projekt damals: „Recycling-Albtraum“ Pringles-Rolle.

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