Prinz Andrew: Prinz Andrew feiert Jagd-Party in Balmoral

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Ein schlechtes Gewissen scheint Prinz Andrew nicht zu belasten. Nur zwei Tage vor seiner ersten Anhörung vor einem Gericht in New York, das sich mit einer Zivilklage gegen ihn befasst, lädt den Sohn von Queen Elizabeth zu einer Jagd-Party nach Balmoral ein. Ob dieser Schuss nach hinten losgehen wird?

Prinz Andrew im September 2019.
Prinz Andrew im September 2019.

Vor wenigen Tage reiste Prinz Andrew, 61, von Windsor zur Sommerresidenz der Royals ins schottische Balmoral – und das kurz vor dem ersten Gerichtstermin in New York, der eine Zivilklage der Amerikanerin Virginia Roberts Guiffre, 38, gegen den Royal wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen verhandelt. Doch anstatt sich im Schloss der Familie vor der Zustellung einer Klageschrift zu verschanzen, wie britische Medien mutmaßten, lud der zweitälteste Sohn von Queen Elizabeth, 95, offenbar zu einer Jagd-Party ein.

Prinz Andrew: Ruhe vor dem Sturm?

Nur zwei Tage vor der Anhörung in New York, die für den 13. September 2021 bereits vor Wochen angesetzt wurde, sei der Royal gemeinsam mit erlesenen Gästen auf dem 550 Hektar großen Anwesen einer seiner liebsten Freizeitbeschäftigungen nachgegangen sein, wie "Daily Mail" berichtet. Eine äußerliche Ruhe, die verblüfft. Immerhin wiegen die Anschuldigungen gegen den Bruder von Prinz Charles, 72, schwer. Roberts Guiffre beschuldigt ihn, sie insgesamt dreimal missbraucht zu haben, als sie noch minderjährig war.

In Anbetracht dessen zeigt sich eine Quelle des Königshauses gegenüber der britischen Zeitung schockiert: "Das ist so dreist, dass es unglaublich ist. Prinz Andrew macht weiter, als wäre nichts gewesen und als ob er keine Sorge auf der Welt hätte," ereifert sich der Insider, und fügt hinzu: "Es war schon schlimm genug, dass er anscheinend in Balmoral Zuflucht gesucht hat, wo die Königin nach einem harten Jahr versucht, Ruhe zu haben ... und es ist zudem unsensibel, als ob es ihm egal wäre, was mit dem Rechtsfall vor sich geht."

"Dream Team" bestehend aus amerikanischen Anwälten

Andrews angeblicher Gleichmut verwundert tatsächlich. Die Klageschrift wurde ihm trotz gegenteiliger Berichte in der vergangenen Woche bereits am 27. August 2021 durch einen Vertreter der Klägerin überreicht, wie aus den Gerichtsakten hervorgeht. Andrews Anwälte behaupten nun jedoch, die Papiere seien nicht ordnungsgemäß zugestellt worden und beabsichtigen laut "Daily Mail" offenbar, die erste Anhörung zu boykottieren.

Prinz Andrews Anwälte kämpfen anscheinend mit harten Bandagen, wie auch Spencer Kuvin befürchtet. Der Jurist vertritt neun Opfer des verurteilten Sexualverbrechers Jeffrey Epstein, † 66, der Andrew mutmaßlich auch mit Virginia Roberts Guiffre zusammengebracht hat. Kuvin vermutet, das Team des Royals werde innerhalb von Tagen einen Antrag auf Abweisung des Verfahrens aus "zahlreichen" Gründen stellen. Seine Befürchtung: Richter Lewis Kaplan könnte möglicherweise nicht akzeptieren, dass die Klage ordnungsgemäß zugestellt wurde.

Familie Windsor England (19375)

"Die Opfer, die ich vertrete, glauben nicht, dass Andrew jemals für seine Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden wird," berichtet Kuvin gegenüber "Mirror" und äußert ebenfalls eigene Zweifel: "Andrew sollte vortreten, ein Mann sein und seiner Anklägerin antworten. Er sollte sich vor Gericht präsentieren. Aber er wird sich eindeutig hinter seinen Anwälten verstecken."

Der Prinz soll sich ein qualifiziertes Team aus hochrangigen amerikanischen Anwälten zusammengestellt hat. Dieses sei positiv gestimmt, dass das Zivilverfahren gegen ihn außergerichtlich eingestellt wird. "Die Leute werden überrascht sein von den Namen derer, die ihn verteidigen werden. Es ist ein Dream-Team einiger der klügsten Köpfe der Branche. Alle, einschließlich Andrew, sind sehr zuversichtlich, dass die Zivilklage abgewiesen wird, bevor sie vor Gericht kommt," erklärte eine Quelle gegenüber "Daily Mail".

Prinz Andrew bei Schiessübungen in Sandringham, im Mai 2001.
Prinz Andrew bei Schiessübungen in Sandringham, im Mai 2001.

Scharf schießen ist also die Devise des Mitglieds der königlichen Familie. Mit seiner entspannten Jagd-Party in Balmoral zeigte der erfahrene Schütze schon einmal, dass er offenbar fest mit einem treffsicheren Erfolg rechnet in den kommenden Tagen.

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, mirror.co.uk

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