Prinz Harry: Wütender Frontalangriff gegen die Medien

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Seit Prinz Harrys offiziellem Rücktritt als Senior Royal halten sich die Gerüchte, der 37-Jährige bereue seine Entscheidung, Land und Familie hinter sich gelassen zu haben. Er selbst verdeutlicht während der Podiumsdiskussion des US-Magazines "Wired" allerdings, weshalb sein Schritt für ihn und Meghan der richtige war.

Prinz Harry und Herzogin Meghan
Prinz Harry und Herzogin Meghan
© Angela Weiss

Prinz Harry, 37, und die Presse: Es ist eine Beziehung, die seit über 30 Jahren besteht und tiefe Narben hinterlassen hat – nicht zuletzt aufgrund des tragischen Todes seiner Mutter Prinzessin Diana, †36. Wie groß der Groll und die Angst vor der Presse auch heute noch ist, hat der Mann von Herzogin Meghan, 40, erneut in einer impulsiven Rede zu erkennen gegeben. Bei der Podiumsdiskussion des US-Magazines "Wired" erklärte Prinz Harry, wie frauenfeindlich und rassistisch die Medien seiner Frau gegenüber handelten und machte deutlich: Der Rückzug war die einzige Chance, um zu überleben.

Prinz Harry macht auf die toxischen Auswirkungen von Social-Media und Fehlinformationen aufmerksam

"Ich habe schon sehr früh gelernt, dass die Anreize der Veröffentlichung nicht unbedingt mit den Anreizen der Wahrheit übereinstimmen", erklärte Prinz Harry angesprochen auf die Beziehung seiner verstorbenen Mutter und den Paparazzi. Wie weit die Medien gewillt sind zu gehen, hat er 1997 auf tragischste Weise erleben müssen – 30 Jahre später trifft es Herzogin Meghan. Für den Royal wird die Gefahr erneut greifbar, dieses Mal sieht er sich jedoch imstande, seine Familie schützen zu können. 

"Ich habe meine Mutter durch diesen selbst gemachten Wahnsinn verloren, und ich bin natürlich entschlossen, die Mutter meiner Kinder nicht durch das Gleiche zu verlieren", so Harry, dessen Vortrag mit dem Titel "Internet Lie Machine" [z. dt.: Internet-Lügenmaschine] sein Standing deutlich macht. Allein der erfundene Begriff "Megxit" würde die Gier nach Negativität der Medien veranschaulichen und ist in Harrys Augen ein Zeichen der tiefsitzenden Frauenfeindlichkeit gegenüber seiner Frau.

Prinz Harry: "Der Begriff Megxit war oder ist ein frauenfeindlicher Begriff"

Nachdem Meghan und Harry ihre Absichten, ihre Verpflichtungen als arbeitende Royals niederzulegen, öffentlich machten, dauerte es nur wenige Stunden, bis die britischen Medien ein Schlagwort kreierten: Megxit. Angelehnt an den Ausstieg Großbritanniens aus der EU, der als Brexit tituliert wurde. Die Definition des Megxit ist so simpel wie auch deutlich: Meghan sei die treibende Kraft – Harry lediglich ein Pantoffelheld, der den Wunsch seiner Frau schulterzuckend hinnimmt. Für Prinz Harry steht das Wort allerdings für etwas ganz anderes: Frauenfeindlichkeit und Rassismus. 

"Vielleicht wissen die Leute das, vielleicht auch nicht, aber der Begriff Megxit war oder ist ein frauenfeindlicher Begriff, und er wurde von einem Troll kreiert, der von königlichen Korrespondenten verstärkt wurde, und er wuchs und wuchs und wuchs in den Mainstream-Medien", so der 37-Jährige. Für den Royal zum damaligen Zeitpunkt nur eine Untermauerung seiner Entscheidung, London zu verlassen. Der Bruder von Prinz William, 39, hatte bereits früher erklärt, dass die negativen – in seinen Augen rassistischen – Berichterstattungen über Meghan ein Grund für den Umzug der Sussexes war. Seither setzen sich beide verstärkt gegen Hassnachrichten und Fehlinformationen im Netz ein. "Sie spucken diese Lügen als Wahrheit aus", so Harry über die Presse. Der Herzog von Sussex, der mit ansehen musste, wie seine Frau durch die negativen Schlagzeilen Suizidgedanken entwickelte, sieht diesen Strom an Fehlinformationen als eine "globale humanitäre Krise".

Verwendete Quellen: hellomagazine.com, dailymail.co.uk, Meghan und Harry bei Oprah – Das Interview

VIDEO: Herzogin Meghan war überfordert

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