Prinz Harry: Erneuter Rechtsstreit wegen Telefon-Hacking

Prinz Harry hat die Herausgeber der britischen Boulevardblätter The Sun und The Daily Mirror vor dem obersten Gerichtshof verklagt, weil sie seine Mailbox gehackt haben sollen.

Prinz Harry und Meghan wehren sich weiter gegen die Presse. Harry will die Herausgeber von Rupert Murdochs Zeitungen The Sun und The Daily Mirror wegen angeblichem Telefon-Hacking zur Rechenschaft ziehen.

Prinz Harry hat erneut Klage eingereicht. Foto: Getty Images

„Es wurde im Namen des Herzoges von Sussex beim obersten Gerichtshof bezüglich illegalem Zugriffs auf Mailbox-Nachrichten Klage erhoben“, sagte eine Sprecherin Harrys. Sie lehnte es aber ab, weitere Details zu dem Rechtsstreit preiszugeben.

Eine Sprecherin der „News Group Newspapers“-Gruppe, die die Sun herausbringt, bestätigte, dass Harry Klage eingereicht hatte.

Gerichtsdokumente, über die erstmals auf der Internetseite „Byline Investigations“ berichtet wurde, zeigen außerdem, dass Harry auch gegen Zeitungen der Mirror-Gruppe gerichtlich vorgeht, die sich im Besitz von „Reach PLC“ befindet.

Reach Group wollte sich hierzu nicht äußern.

Prinz Harry und Meghan Markle auf ihrer königlichen Reise durch Afrika. Foto: Getty Images

Eine mit der Situation vertraute Quelle sagte, dass die nötigen Schritte eingeleitet worden seien, der Verleger aber noch nicht die offiziellen Dokumente zu dem Verfahren erhalten habe.

Am Dienstag sagte Harry, Herzog von Sussex, dass er und seine Frau Meghan getrennt voneinander rechtliche Schritte gegen die Mail on Sunday ergreifen würden. Hierbei gehe es um die Veröffentlichung eines privaten Briefes, die laut Meghans Anwälten „rechtswidrig“ gewesen sei.

Das Paar beschuldigte außerdem Teile der britischen Presse des Mobbings.

Die Telefone von Prinz Harry und Kate, der Frau seines Bruders, waren von Angestellten von Rupert Murdochs mittlerweile eingestelltem Boulevardblatt „News of the World“ angezapft worden. Dazu hatte es im Jahr 2013 vor Gericht eine Anhörung gegeben.

„News of the World“ gehört ebenfalls zur “News Group Newspapers”-Gruppe.