Wie einst seine Mutter Diana: Prinz Harry besucht afrikanisches Minenfeld

Harry, hier bei einer Veranstaltung im Chatham House und seine Mutter Prinzessin Diana in Angola im Jahr 1997. [Fotos: PA]

Vor einem Jahr eroberten Prinz Harry und Meghan Markle während ihrer Reise nach Down Under die Herzen der Australier. Und jetzt wird das Paar wahrscheinlich auch Afrika im Sturm erobern.

Ihr Zeitplan wird wie immer sehr dicht sein. Laut des Fernsehsenders ITV umfasst er auch einen Besuch desselben Minenfeldes in Angola, durch das 1997 schon die Mutter des Herzogs von Sussex, Prinzessin Diana, schritt.

Harry und Meghan werden im Herbst im Rahmen der bereits öffentlich angekündigten Afrikareise auch Angola besuchen.

Harry tritt in die Fußstapfen seiner Mutter

Der Herzog, 34, nahm am Montagmorgen an einer Veranstaltung des Chatham House Afrika Programms teil, das den Titel „Minenräumung, Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung in Angola“ trug.

„Ich erfuhr erst vor Kurzem von dem positiven Wandel in Huambo, nachdem meine Mutter vor Jahren durch dieses Minenfeld gegangen war“, sagte er in einer Rede.

Diana lief bekanntlich im Januar 1997 – nur wenige Monate vor ihrem tragischen Tod – als Teil ihrer Arbeit für den HALO Trust durch ein aktives Minenfeld.

Prinzessin Diana läuft 1997 in Angola am Rande eines Minenfeldes entlang [Foto: PA]

Jetzt ist Harry Schirmherr des HALO Trust und möchte Berichten zufolge das Vermächtnis seiner Mutter fortführen.

2013 besuchte er mit der Wohltätigkeitsorganisation die Cuando Cubango Region im Südosten Angolas. Damals sah er erstmals hautnah, welche Auswirkungen Landminen auf die Bevölkerung haben und wie viel menschliches Leid damit einhergeht.

Im Juni 2017 besuchte er auch Chatham House, um an einer Planübung für mögliche Szenarien teilzunehmen. Dabei ging es darum, auf eine humanitäre Notlage zu reagieren, bei der eine Minenräumung erforderlich wäre.

In seiner Rede am Montag erinnerte er sich an diesen Besuch und sagte: „Diese Übung zeigte mir, wie wichtig Minenräumung in einer humanitären Notsituation ist, denn – das darf man nicht vergessen – Landminen sind eine humanitäre Angelegenheit und KEINE politische.“

Harry bei seinem Besuch in der Cuando Cubango Region im Jahr 2015. [Foto: HALO Trust/PA]

Einsatz für die Umwelt

In Angola befinden sich mehrere der wichtigsten verbleibenden Wildnisgebiete der Welt. Aber aufgrund von Landminen und den Hinterlassenschaften des Bürgerkrieges sind weite Teile des Landes weder für Tiere noch für die lokale Bevölkerung sicher. Letztere hängen für ein nachhaltiges Überleben von ihrer natürlichen Umwelt ab.

Die Regierung Angolas plant, umgerechnet rund 52,6 Mio. € bereitzustellen, um zwei Nationalparks von Landminen zu säubern. Dies ist eine große Chance für den Erhalt der letzten großen Wildnisgebiete im südlichen Afrika.

Berichten zufolge planen Harry und Meghan auch, auf ihrer Reise Malawi, Südafrika und eventuell Botswana zu besuchen.

Es ist nicht bekannt, ob sie ihren Sohn Archie Mountbatten-Windsor auf die Reise mitnehmen werden.

Die Sussexes veröffentlichten anlässlich Harrys erstem Vatertag ein neues Foto von Archie.