Prinz Philip: Erklärt: Warum war der Ehemann von Queen Elizabeth kein König?

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Prinz Philip war 73 Jahre mit Queen Elizabeth verheiratet. Einen König Philip gab es im Hause Windsor trotzdem nicht. Der Grund: Tradition und Gesetz.

Queen Elizabeth und Prinz Philip
Queen Elizabeth und Prinz Philip

Philip wurde am 10. Juni 1921 als Prinz von Griechenland und Dänemark auf der Insel Korfu geboren. Seine Eltern waren Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark und Prinzessin Alice von Battenberg. Aus Liebe zu Prinzessin Elizabeth gab Philip 1947 seine bisherigen Titel auf, trat der Kirche von England bei und nahm die britische Staatsbürgerschaft an. Unmittelbar vor der Hochzeit verlieh ihm sein Schwiegervater, König George VI., den Titel "Der Herzog von Edinburgh, Graf von Merioneth und Baron Greenwich". Außerdem durfte sich Philip fortan "Seine Königliche Hoheit" nennen.

Philip Mountbatten wurde nicht zum König gekrönt

Am 6. Februar 1952 starb George VI.. Elizabeth wurde zur Queen proklamiert. Die Krönung fand, nach einer entsprechenden Trauer- und Vorbereitungszeit, am 2. Juni 1953 in der Londoner Westminster Abbey statt. Dazu heißt es heute auf der Website des britischen Königshauses: "Wenn der neue Souverän eine Königin ist, wird ihr Gemahl bei der Krönungszeremonie nicht gekrönt oder gesalbt." Aber warum?

Die Antwort: Männer und Frauen werden gemäß Gesetzen und Traditionen unterschiedlich behandelt, wenn es um royale und adelige Titel geht.

Prinz Philip war "nur" ein Prinzgemahl, weil ...

Eine britische Königin kann Königin auf zwei Arten sein: Entweder ist sie eine "Queen Regnant" ("herrschende Königin" qua Geburt wie Queen Elizabeth II.) oder eine "Queen Consort" ("Königsgemahlin" durch Heirat wie eines Tages Herzogin Catherine). Nach außen hin wird die Unterscheidung allerdings nicht gemacht, die Titelinhaberin wird in beiden Fällen "Queen" genannt.

Als König wird ausschließlich ein herrschender Monarch bezeichnet, der seine Position dank Geburtsrecht erhalten hat. Deshalb kann der Ehemann einer "Queen Regnant" nicht als König tituliert werden. Ihm bleibt nur der Titel "Prince Consort" (auf Deutsch: "Prinzgemahl"). Mit der Position sind keine konstitutionellen Pflichten verbunden.

Der Unterschied zwischen den Positionen des Prinzgemahls und des Königs ist wohl dem patriarchalischen Hierarchiesystems Großbritanniens geschuldet. Einem König wird – weil er ein Mann ist –mehr Macht zugeschrieben. Im Falle von Queen Elizabeth und Prinz Philip undenkbar. Die Queen ist die Nummer eines im Staat und im Königshaus.Immer einen Schritt hinter der... Prinz Philip (173635)

Darum wurde Philip erst spät ein waschechter Prinz des Vereinigten Königreiches

Symbolisch gesehen war Philip also ab der Krönung von Queen Elizabeth im Juni 1952 ein Prinzgemahl und wurde auch überall Prinz Philip genannt. Offiziell wurde er aber erst im Februar 1957 zu einem britischen Prinzen. Damals verlieh ihm die Queen – nach dem sie über vier Jahre lang die Regierung immer wieder in der Angelegenheit konsultiert hatte – den Titel "Seine Königliche Hoheit, Prinz Philip, Herzog von Edinburgh."

Verwendete Quellen: britannica.com, royal.uk, rd.com, bbc.com

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