Prinz William + Prinz Harry: Die schockierendsten Enthüllungen der BBC-Doku

Die neuste BBC-Dokumentation "The Princes and the Press" beleuchtet die Beziehung von Prinz William und Prinz Harry mit den britischen Medien. Dabei steht der Streit der Brüder nicht im Fokus – sondern die skrupellosen Methoden der Presse und wie diese aus zwei Brüdern taktisch und wissentlich Gegner machte.

Prinz William und Prinz Harry
Prinz William und Prinz Harry
© Yui Mok - WPA Pool

Prinz William, 39, und Prinz Harry, 37, werden der Presse niemals unvoreingenommen gegenübertreten können. Der frühe Tod ihrer Mutter Prinzessin Diana, †36, macht ein harmonisches Verhältnis zu Journalist:innen schier unmöglich. Und so verwundert es nicht, dass die neue BBC-Doku "The Princes and the Press" genau mit diesem Aspekt beginnt. Doch die Richtung des Filmes – mag sie auf den ersten Blick noch so eindeutig scheinen – wandelt sich im Laufe der Doku drastisch.

Anstatt die Streitigkeiten der beiden Brüder zu betrachten, die seit Harrys Hochzeit mit Herzogin Meghan, 40, bestehen sollen, suchen die Macher des Dokumentarfilms die Schuld für das zerrüttete Verhältnis woanders: bei dem Konstrukt der Monarchie selbst. Drei Enthüllungen des Filmes schockieren im Besonderen.

1. Prinz William und Prinz Harry wurden zum "Spiel mit den Medien" gezwungen

Was genau führte zum Bruch zwischen Prinz William und Prinz Harry? Es ist diese Frage, die über "The Princes and the Press" zu schweben scheint. Dabei wäre eine andere Frage sehr viel angebrachter: Hatten William und Harry jemals die Chance auf ein gleichberechtigtes, brüderliches Verhältnis in der Öffentlichkeit? Die Antwort ist ebenso simpel wie brutal: Nein. Der Grund? Das "Spielt mit den Medien", wie es der Moderator des Filmes Amol Rajan beschreibt, funktioniert nur mit einem Helden und einem Schurken.

So erklärt Amanda Platell, Kolumnistin der "Daily Mail", in der Dokumentation, dass William und Harry von ihrer eigenen Familie gezielt für dieses Spiel eingesetzt wurden. Als neue Gesichter der nächsten Generation sollten sie die Dramen der Vergangenheit kaschieren. Doch die Monarchie hat die Rechnung ohne Prinz Harry gemacht: "Ein Prinz hat sich für das Spiel mit den britischen Medien entschieden. Der andere versucht die Regeln zu ändern ...", so Rajan.

2. BBC stellt Prinz William als illoyal, eifersüchtig und berechnend dar

Das Verhältnis zwischen Königsfamilie und Presse wird während der Doku von Minute zu Minute durchschaubarer und gleichzeitig absurder. "Es ist ein Kampf zwischen zwei mächtigen Kräften", versuchen die teilnehmenden Reporter:innen zu umschreiben. Dabei ist eine Kernaussage die, die es wahrhaftig auf den Punkt bringt: "Das Ausmaß der Manipulation zwischen dem Königshof und den Medien ist weitaus größer, als die Öffentlichkeit je glauben würde." Harry, Meghan, William und Catherine: Ihre Geschichte in Fotos (2017-2020)

Es ist ein Nehmen und Geben. Doch wer nicht geben will – wie Prinz Harry – der muss offenbar mit den Konsequenzen leben: schlechte Publicity. Doch was irritiert: In der Doku stellen die Journalist:innen eine andere Figur als Bösewichten in den Fokus. Prinz William sei es, der als zukünftiger König sein Ansehen wahren müsse. Er sei mit dem Wissen aufgewachsen, dass seine Regentschaft von dem Wohlwollen der Presse abhängig sei. Prinz William sei, vor allem nach Harrys Hochzeit und der "Meghan Mania" in Großbritannien, nur noch darauf aus gewesen, sein eigenes Ansehen zu schützen – und dieses über seinen Bruder zu stellen. Der Tonus der Dokumentation: Die Presse hat die Brüder taktisch gegeneinander ausgespielt. Wenn einer der beiden gute Berichterstattung erhielt, wurde der andere bloßgestellt – und umgekehrt. William soll diesen Köder ohne zu zögern geschluckt haben.

3. Investigativ-Reporter spricht erstmals über die illegalen Vorgehensweisen der Presse

Neben den Aussagen, dass die Monarchie und Prinz William wissentlich Prinz Harry und Herzogin Meghan geopfert haben, um ihre eigene Beziehung mit den Medien nicht zu ruinieren, ist es Garvin Burrows, der in der Dokumentation wohl die interessantesten Enthüllungen macht. Der Privatdetektiv habe vorher noch nie über seine Arbeit für die britischen Medien gesprochen. Burrows offenbart im Gespräch mit Moderator Rajan, wie besessen die Presse über neuste Informationen der beiden Prinzen gewesen sei. Prinz Harry wäre dabei schon immer das eigentliche Wunschobjekt gewesen. "Prinz William auf der Titelseite verkauft nicht so viele Exemplare wie Prinz Harry. Harry war schnell die neue Prinzessin Diana geworden", so Burrows. Prinz Harry und Prinz William: "BBC Interview hat zum Tod unserer Mutter geführt"

Dabei sei es den Verantwortlichen egal gewesen, welche Methoden eingesetzt werden, um an intime Informationen zu gelangen. So habe Burrows das Handy von Harrys damaliger Freundin Chelsy Davy mehrfach gehackt und Sprachnachrichten ihrer Mailbox abhören können. Auch das Telefon von Herzogin Catherine, 39, sei abgehört worden – ganze 155 Hacking-Angriffe habe es allein auf das Handy von Kate gegeben.

Britische Medien bezeichnen "The Princes and the Press"-Doku als unspektakulär

Dass die britische Presse von der BBC-Dokumentation eher gelangweilt berichtet, ist kein Wunder. Immerhin beinhaltet der Kurzfilm von etwa 60 Minuten keine neuen Enthüllungen, die auf die Beziehung der beiden Brüder eingehen. Nein, die wirklich schockierenden Bemerkungen betreffen die Presse selbst und porträtieren diese als eine Maschinerie aus Intrigen, Observationen und gezielter Manipulation.

Wirkliche Enthüllungen, die erklären würden, weshalb Prinz William und Prinz Harry letztendlich solch ein schlechtes Verhältnis miteinander haben, bleiben in der Doku aus. Keine Insider, keine neuen Zitate, keine anonymen Quellen des Palastes. Und dennoch scheint der Film die eigentliche Frage "Was genau führte zum Bruch zwischen Prinz William und Prinz Harry?" zu beantworten ... es war das Spiel mit den Medien.

Verwendete Quellen: "The Princes and the Press" BBC Two Documentary, telegraph.co.uk

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