Prognose zu Long Covid: In den USA könnten bis zu 1,6 Millionen Beschäftigte dem Arbeitsmarkt dauerhaft fernbleiben

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Auch nach einer überstandenen Corona-Infektion leiden einige Patienten an gesundheitlichen Problemen, die sie im Alltag sowie in ihrer Arbeitsfähigkeit stark einschränken können. Einem Bericht der „Brookings Institution“ zufolge könnte das bedeuten, dass schätzungsweise 1,6 Millionen US-Amerikanerinnen und Amerikaner aufgrund von Long Covid am Arbeitsplatz fehlen. So können Covid-Langzeitpatienten noch Wochen, Monate oder sogar Jahre nach der Infektion mit dem Coronavirus unter Symptomen wie anhaltender Schwäche und Müdigkeit leiden.

Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass zehn bis 30 Prozent der Coronavirus-Patienten Long Covid entwickeln. Die wirtschaftlichen Folgen sind indes noch ungewiss. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde „CDC“ hat schätzungsweise einer von sieben Amerikanern im erwerbsfähigen Alter unter Corona-Spätfolgen gelitten oder erleidet sie immer noch. Zwei Studien, welche die Auswirkungen einer langfristigen Covid-Erkrankung auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter die Lupe nahmen, ergaben, dass 23 Prozent und respektive 28 Prozent der befragten Personen ihren Arbeitsplatz aufgrund der Erkrankung aufgeben mussten.

Das bedeutet, dass mehr als eine Million US-Amerikanerinnen und Amerikaner aufgrund von Long Covid gleichzeitig arbeitslos gewesen sein könnten. Die zusätzlichen fünf Millionen fehlenden Arbeitsplätze, die das Think Tank berechnete, schlossen auch jene ein, die zwar ihre Stunden reduzierten, aber ihren Job nicht aufgegeben haben. Dennoch beruhen diese Berechnungen nur auf Schätzungen, so die Autorin.

„Solange wir noch keine Daten aus einer repräsentativen Stichprobe haben, welche das Ausmaß der Folgen auf den Arbeitsmarkt genau erfassen, werden Ökonomen und politische Entscheidungsträger Long Covid wahrscheinlich lange nicht als das wirtschaftliche Problem betrachten, das es ist“, erklärte Lisa McCorkell, Mitbegründerin des auf Long Covid ausgerichteten „Patient-Led Research Collaborative“ gegenüber dem Think-Tank.

Viele Menschen, die über Long Covid-Symptome beklagen, geben an, dass sie mehr Stunden arbeiten müssen als früher und generell öfter unter Angstzuständen leiden, wie Insider bereits berichtete.

Auch ihr psychischer Gesundheitszustand ist schlechter im Vergleich mit der Normalbevölkerung (40 Prozent gegenüber 30 Prozent). 65 Prozent der befragten Personen gaben außerdem an, dass sie aufgrund ihrer Langzeiterkrankung gestresster und ängstlicher seien. Dazu kommt, dass viele niemanden haben, mit dem sie über ihre Symptome sprechen können, so die jüngste Meinungs- und Lebensstilerhebung der US-Statistikbehörde.

Dieser Text wurde von Lara Hansen aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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