Purple Day 2019: Deshalb kleiden sich Menschen ganz in Lila

Hannah Sommer
·Freie Autorin für Yahoo Style
Die Farbe Lila steht auch symbolisch für Menschen mit Epilepsie. (Symbolbild: Getty Images)
Die Farbe Lila steht auch symbolisch für Menschen mit Epilepsie. (Symbolbild: Getty Images)

Jedes Jahr am 26. März begehen Menschen in aller Welt den Purple Day. Dabei soll auf die Nervenkrankheit Epilepsie aufmerksam gemacht werden. Alleine in Deutschland sind rund eine halbe Million Patienten davon betroffen.

Mädchen verändern die Welt: Malala Yousafzai aus Pakistan erhielt für ihren Mut den Friedensnobelpreis, Greta Thunberg aus Schweden ist die vermutlich bekannteste Klima-Aktivistin der Welt und Cassidy Megan aus Kanada rief einst den Purple Day ins Leben. Zum bereits elften Mal wurde jener Aktionstag in diesem Jahr begangen.

Erster Purple Day 2008

Weil Megan selbst an Epilepsie leidet, wollte sie mit dem Purple Day ein Zeichen der Solidarität setzen und anderen Erkrankten zeigen, dass sie nicht alleine sind. Wer mitmacht, kleidet sich ganz in Lila. 2008 beging Megan den Purple Day zum ersten Mal – als Siebenjährige. Inzwischen hat sich der Aktionstag zu einem globalen Phänomen ausgeweitet und wird von Abertausenden Menschen in aller Welt zelebriert.

“Ich ehre all die Epilepsie-Kämpfer und jene, die gut auf uns aufpassen.”

Der Name des Purple Day leitet sich von der lilafarbenen Pflanzenart Lavendel ab. Denn wie viele Tests gezeigt haben, sorgt Lavendel für eine Beruhigung des Zentralnervensystems. Bei Epilepsie-Erkrankten kommt es regelmäßig zu Funktionsstörungen des Gehirns beziehungsweise des zentralen Nervensystems. Die Folge sind krampfhafte Anfälle.

Medikamente können Anfälle beseitigen

Manche Formen der Epilepsie sind heilbar. Etwa, wenn die Ursache dafür ein gutartiger Hirntumor ist, der entfernt werden kann. Varianten ohne erkennbaren Auslöser sind dagegen oft mit Medikamenten in den Griff zu bekommen. Zwei Drittel der Betroffenen werden laut dem “Epilepsie Dachverband Österreich” durch jene Dauertherapien symptomfrei – es kommt also zu keinen Anfällen mehr.

In der Regel beginnt eine Epilepsie-Erkrankung in den ersten Lebensjahren oder nach dem 60. Geburtstag. Auf ihrer Webseite informiert die “Deutsche Epilepsievereinigung” über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.