Der rückläufige Merkur ist vorbei – doch aufatmen können wir noch nicht

Elizabeth Gulino
·Lesedauer: 3 Min.

Nach drei langen Wochen ist die erste rückläufige Merkur-Periode des Jahres endlich vorbei: Seit dem 20. Februar durchzieht der Botenplanet in einer jetzt progeraden Bahn das Sternbild Wassermann. Doch freu dich nicht zu früh – die Schwingungen seiner Rückläufigkeit werden uns noch eine Weile begleiten. Die sogenannte Retroshade-Periode hat begonnen.

Nachdem der Merkur von einer rückläufigen in eine progerade Bewegung wechselt, tritt er in diese dreiwöchige Schattenphase. „Die Retroshade-Zeit sind die intensivsten Wochen von Mercury Retrograde, dem rückläufigen Merkur“, erklärt die Astrologin Lisa Stardust. „Der Merkur zieht dabei phasenweise am Jupiter vorbei und ermutigt uns, unseren Alltag stärker zu hinterfragen.“ Laut Stardust sorgen diese Energien dafür, dass wir „Situationen und Beziehungen neu bewerten, die in letzter Zeit ihre wahre Natur enthüllt haben“. Und auch vieles, was im Verborgenen wartete, dringt in den kommenden Wochen an die Oberfläche – genauer gesagt bis zum 13. März, wenn der Merkur endlich seine Schattenphase beendet.

„Die Schwingungen haben sich noch nicht wieder normalisiert“, meint auch die Astrologin Leslie Hale von Keen.com. „Es kann weiterhin zu unerwarteten Veränderungen und Missverständnissen kommen, und wir sollten uns weiterhin auf Verwirrung und Missgeschicke einstellen.“ In anderen Worten: So ganz haben wir Merkurs Rückläufigkeit noch nicht überstanden.

Das denkt auch Stephanie Powell, Content-Chefin bei Horoscope.com. Sie warnt uns zusätzlich vor der Rückkehr von Themen und Diskussionen, die uns schon in der ersten Retrograde-Phase beschäftigten – also zwischen dem 15. und 30. Januar. „Die progerade Drehung des Merkur ist die perfekte Gelegenheit, um die persönlichen Lektionen zu verinnerlichen, die uns seine Rückläufigkeitsphase gelehrt hat“, erklärt sie.

Konkret heißt das: Nutze diese Zeit, um die Fehler zu begleichen, die du während der Rückläufigkeit begangen hast. Hast du in den vergangenen Wochen eine wichtige Verabredung vergessen, oder lief ein Meeting mit deinen Vorgesetzten nicht wie geplant? Dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um das geradezubiegen. Powell schlägt vor, dich selbst zu fragen: „Wie möchte ich es dieses Mal richtig machen?“, und: „Was muss ich an meiner Herangehensweise oder Einstellung ändern?“ Entschuldige dich bei allen, denen du im letzten Monat versehentlich auf die Zehen getreten bist, und zeige, dass du es besser kannst. Nimm dir einen Moment Zeit, um auf das bisherige Jahr 2021 zurückzublicken: Was musst du tun, um den Rest des Jahres schöner zu gestalten?

Zum Glück macht es uns Merkur, der Planet der Kommunikation, in der Hinsicht leicht: Er steht derzeit im Sternzeichen des idealistischen Wassermanns. „Der Wassermann steht für zukunftsorientiertes Denken. Seine Energien können wir für unsere eigene Einstellung nutzen“, meint Powell. Natürlich solltest du auch weiterhin auf der Hut vor dem Mercury-Retrograde-typischen Chaos sein: Vielleicht werden deine WhatsApp-Nachrichten falsch verstanden, und wichtige Emails solltest du in jedem Fall nochmal Korrektur lesen, bevor du auf „Senden“ klickst. Generell ist Merkurs Retroshade aber eine Art Schonfrist. „Diese Wochen lassen uns kritisch auf schwierige Gespräche oder Situationen zurückblicken und aus ihnen lernen“, meint sie.

Die Retroshade-Periode steht ganz im Zeichen der Selbstreflexion und des Fortschritts: Wie soll es weitergehen? Sobald wir den Schatten der Rückläufigkeit hinter uns lassen, können wir uns ein wenig entspannter zurücklehnen – zumindest bis zu Merkurs nächster Retrograde-Phase ab dem 29. Mai. Solange wir uns darauf aber ordentlich vorbereiten, überstehen wir die auch noch.

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