Rassistisch motivierter Reizgas-Anschlag auf Kinder am Bahnhof Bielefeld

Mann mit Reizgas-Sprühdose (Symbolbild: Getty Images)

Ein Mann hat am Bahnhof Bielefeld eine Schülergruppe mit Reizgas angegriffen. Der mutmaßliche Täter bekannte sich zu einem rassistischen Motiv.

Die Schüler auf Klassenfahrt waren gegen 12 Uhr mit einem Zug aus Köln im Bielefelder Bahnhof angekommen. Der Verdächtige besprühte die 12- bis 14-Jährigen und eine Lehrerin offenbar unmittelbar nach dem Aussteigen auf dem Bahnsteig mit Reizgas.

Bundespolizisten nahmen den 39-Jährigen wenig später fest. Der Mann war nach Polizeiangaben zur Tatzeit alkoholisiert, zudem lag bereits ein Haftbefehl wegen Unterschlagung gegen ihn vor.

Selbsterklärter Rassist

Der Festgenommene bekannte sich zu der Tat, berichtet die “Neue Westfälische” auf einen Sprecher der Bundespolizei. Die Kinder hätten ihn nach seiner Aussage gestört, zudem sei er ein Rassist.

Nach der Reizgas-Attacke rief die Feuerwehr einen “Massenanfall von Verletzten” aus, etwa 30 Helfer kümmerten sich um die Kinder, die unter brennenden Augen und teils unter Atemnot litten.

Nach Feuerwehrangaben kamen acht Schüler zur Beobachtung in ein Krankenhaus, zwei wurden mit schwereren Symptomen in eine Kinderklinik gebracht.