Reisebranche mit Umsatzeinbruch von 61 Prozent von Januar bis September 2020

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Leerer Frankfurter Flughafen

Die Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben der Branche im vergangenen Jahr schwer zugesetzt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden brachen die Umsätze der Reisebüros und Veranstalter von Januar bis September 2020 um 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Besonders drastisch fiel der Rückgang im zweiten Quartal von April bis Juni mit 91 Prozent aus - diese Zeit fiel in den ersten Lockdown.

Einschneidend war angesichts der Reisebeschränkungen auch der Rückgang der Übernachtungen ausländischer Gäste im Sommerhalbjahr von Mai bis Oktober: Die Zahl ging um 68 Prozent auf 17,2 Millionen zurück, wie die Statistiker am Donnerstag mitteilten. Hotels, Gasthöfe und Pensionen kamen dabei insgesamt schlechter weg, Anbieter von Ferienhäusern und -wohnungen verbuchten hingegen sogar ein Plus an Übernachtungen von einem Prozent. Auch die Campingplätze profitierten und konnten das Wegbleiben ausländischer Gäste durch deutsche Reisende kompensieren, sodass unterm Strich ein Plus von sechs Prozent im Sommerhalbjahr stand.

Der Rückgang der Übernachtungen von Mai bis Oktober fiel je nach Bundesland sehr unterschiedlich aus. Mecklenburg-Vorpommern kam mit minus fünf Prozent am besten weg, Berlin war mit minus 68 Prozent das Schlusslicht. Grund dafür seien auch ausgefallene Messen und Dienstreisen sowie der Wunsch, größere Menschenansammlungen zu vermeiden, erklärten die Statistiker.

hcy/ilo