Riesenärger um Jennifer Lopez' neuen Film "Hustlers"

Jennifer Caprarella
Freie Autorin

In den USA ist “Hustlers”, der neue Film mit Jennifer Lopez, ein Hit an den Kinokassen. Doch nun steht Ärger ins Haus: Die Stripperin, auf deren Leben der Film basiert, droht mit einer Klage, denn sie wurde für die Verfilmung ihrer Geschichte nie bezahlt.

Jennifer Lopez spielt in "Hustlers" eine kriminelle Stripperin - und bekommt nun Ärger mit dem Vorbild für die Rolle (Bild: James Devaney/GC Images)

Im Film heißt Jennifer Lopez Ramona, doch tatsächlich basiert ihre Figur auf einer Frau namens Samantha Barbash. Die soll einen Ring an Stripperinnen angeführt haben, die reiche Geschäftsleute unter Drogen gesetzt und anschließend ausgeraubt hatten.

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2017 wurde sie auf fünf Jahre Haft auf Bewährung verurteilt, doch schon 2015 wurde der Fall in einem Artikel im “New York Magazine” geschildert und rief Hollywood auf den Plan. Bei der Verfilmung mit J.Lo in der Hauptrolle und Stars wie Constance Wu, Cardi B, Keke Palmer und Lili Reinhart in weiteren Rollen wurde Samantha Barbash jedoch nicht einbezogen und auch finanziell nicht kompensiert. Das will sie laut “Variety” nun über ihren Anwalt klären lassen, der dem Studio STX zehn Tage Zeit gibt, um eine Einigung mit Barbash zu erzielen – sonst werde geklagt.

Heftige Kritik an Jennifer Lopez

Wie Barbash dem Online-Portal “TMZ” vor Kurzem mitteilte, habe einer der Produzenten von “Hustlers” ihr die Rechte an ihrer Geschichte abkaufen wollen, jedoch “einen Apfel und ein Ei” dafür geboten. “Ich habe Hermes-Taschen, die mehr wert sind als das, was sie mit angeboten haben.”

Womit sie offensichtlich nicht gerechnet hatte, war, dass das Studio den Film auch ohne ihre Zustimmung machte. Aus Samantha wurde im Film Ramona, doch sowohl J.Los Darstellung als auch Details aus dem Film seien alles andere als akkurat, wie Barbash beteuert. Bei aller knallharter Vorbereitung, die Lopez auf Instagram immer wieder dokumentierte, hat die Schauspielerin sich laut Barbash nie bei ihr gemeldet.

Jetzt will sie etwas von dem satten Einspielergebnis von bisher 75 Millionen Dollar abhaben – ein finanzieller Erfolg, der in ihren Augen ohnehin nur darauf basiere, dass “die Leute J.Lo an der Stripperstange sehen wollten”.

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Das Studio sieht sich im Recht

Ob sie damit Erfolg hat, bleibt abzuwarten, denn STX lässt es offenbar auf eine Klage ankommen. “Wir werden unser Recht verteidigen, Geschichten zu erzählen, die auf Tatsachen und öffentlichen Zeugnissen basieren und freuen uns darauf, einen Richter darüber entscheiden zu lassen”, ließ das Studio via “Variety” mitteilen.

Eine derartige Siegessicherheit ist durchaus angebracht, denn in den vergangenen Jahren gingen vergleichbare Rechtsstreitereien meistens zugunsten der Film- oder TV-Studios aus. Zuletzt hatte Olivia de Havilland gegen FX Networks eine Schlappe eingefahren. Die Schauspielerin war in Ryan Murphys Serie “Feud” um den Zwist zwischen Bette Davis und Joan Crawford immer wieder vorgekommen, sei aber nicht um Erlaubnis gefragt worden. Laut der Richter sei dies allerdings auch nicht nötig.

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