Das Risiko, das ich bei REITs jetzt vernachlässige

Auch REITs besitzen so manches Risiko. Egal ob es steigende Zinsen sind oder auch Leerstand. Selbst vom individuellen Ansatz eines jeden Real Estate Investment Trusts können zum Beispiel zyklische Risiken ausgehen. Das wissen Foolishe Investoren, die sich mit der Materie beschäftigen, vermutlich.

Bei einem Risiko bin ich überzeugt, dass wir das als Investoren jetzt ausklammern sollten. Welches das ist und warum? Antworten folgen zugleich.

REITs: Das Risiko klammere ich jetzt aus!

Mir geht es um das Risiko, dass REITs jetzt möglicherweise negative Nettoergebnisse ausweisen können. Sollte es in den Immobilienmärkten zu Verwerfungen kommen, so könnten die Bewertungen des Portfolios sinken. Das kann durchaus einen negativen Effekt auf die Ergebnisse haben.

Trotzdem bin ich geneigt, einer solchen Entwicklung kein Gehör zu schenken. Primär geht es mir bei meinen Real Estate Investment Trusts nämlich nicht darum, dass das Portfolio maximal an Wert gewinnt, sondern mein Ansatz basiert darauf, dass das Management der Immobiliengesellschaften die Immobilien vermieten soll. Ich möchte an diesen Mieterlösen und den Funds from Operations profitieren.

Konkret bedeutet das, dass ich Wertveränderungen maximal ausklammere. Ich nehme sie zur Kenntnis. Aber solange das Portfolio nicht von einem hohen Leerstand geprägt ist oder wird, bleibt meine Investitionsthese intakt. Das Management wirtschaftet dann für mich gut, führt mit Funds from Operations und einer soliden Dividende dazu, dass ich langfristig mehr von meinen Investitionen zurückerhalte, als ich anfangs investiert habe. Dieser Ansatz sollte mir trotzdem eine Rendite bescheren.

Es gibt eben mehrere Faktoren, auf die man bei REITs achten kann. Ich konzentriere mich auf deren Produktivität, und nicht darauf, dass der Vermögenswert Immobilie gegebenenfalls über gewisse Zeiträume an Wert gewinnt. Das ist, wenn überhaupt, eher meine sekundäre These.

Ein produktives Asset

REITs sind für mich ein produktives Asset. Das bedeutet, dass es mir um das Vermieten geht, nicht um den Wert. Mit dieser Unterscheidung können mir auch in weiten Teilen steigende Zinsen oder nachgebende Immobilienbewertungen egal sein. Solange mein Real Estate Investment Trust ausreichend kapitalisiert ist und sogar eher moderat verschuldet, kann man diese Ausgangslage sogar für sich nutzen. Günstigere Bewertungen können schließlich zu günstigeren Zukäufen führen, die die Produktivität der Gesellschaft hinter der Aktie steigern können.

Der Artikel Das Risiko, das ich bei REITs jetzt vernachlässige ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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