Royal Wedding: Warum es dieses Foto fast nicht gegeben hätte

Stefica Budimir-Bekan
·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

Es ist ein Foto, das um die Welt ging: Prinz William und Herzogin Kate posieren am Tag ihrer Hochzeit im Thronsaal des Buckingham Palasts in London. Doch fast wäre es nie zu diesem Bild gekommen.

Britain's Prince William and his bride Catherine, Duchess of Cambridge, pose for an official photograph, with their bridesmaids and pageboys, on the day of their wedding, in the throne room at Buckingham Palace, in central London April 29, 2011.  (clockwise from bottom right) Margarita Armstrong-Jones, Eliza Lopes, Grace van Cutsem, Louise Windsor, Tom Pettifer, William Lowther-Pinkerton. Photograph taken on April 29, 2011.  (ROYAL WEDDING)   REUTERS/Hugo Burnand/Clarence House/Handout    (BRITAIN - Tags: ENTERTAINMENT SOCIETY ROYALS IMAGES OF THE DAY) NO COMMERCIAL OR BOOK SALES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS
Dieses ikonische Bild der royalen Hochzeit war plötzlich überall (Bild: Reuters)

Am 29. April 2021 feiern Prinz William und Herzogin Catherine ihren 10. Hochzeitstag. Dass die Fotos der royalen Trauung und die danach so ein großer Erfolg wurden, ist vor allem einem Mann zu verdanken: dem französischen Fotografen Hugo Burnand, der bereits die Hochzeit von Prinz Charles und Herzogin Camilla fotografieren durfte. Wie dieser allerdings dem Magazin "Town & Country" verriet, hätte die Welt fast auf ein berühmtes Bild verzichten müssen. 

Denn Burnand hätte das Jobangebot um ein Haar nicht angenommen. Dass es zur Zusammenarbeit kam, war eher Zufall. Der Fotograf befand sich mit seiner Familie nämlich für eine sechsmonatige Auszeit in Südafrika. Eines Nachts wurde alles gestohlen, was die Familie besaß, darunter auch die Kameraausrüstung des Fotografen. Am nächsten Tag schaffte er es irgendwie, einen Internetanschluss zu organisieren. Da stieß er auf eine E-Mail von Herzogin Camilla, die ihm schrieb, dass es "einen großen Termin" im April gebe und ihn fragte, ob er ein paar Tage Zeit habe, um Fotos zu machen. 

Burnand zögerte nicht lange: "Ich dachte, es wäre eine Schande, die Gelegenheit auszuschlagen, die Hochzeit des zukünftigen Königs von England zu fotografieren." Nur drei Wochen habe er Zeit gehabt, sich auf den Auftrag seines Lebens vorzubereiten, erzählt Burnand. Erst drei Tage vor der tatsächlichen Hochzeit durften er und sein Team in den Buckingham Palast, um sich im Thronsaal auf den großen Tag vorzubereiten. Er gestand: "Ich glaube nicht, dass ich jemals zuvor in meinem Leben so gut auf etwas vorbereitet war.“

Britain's Prince William and his bride Catherine, Duchess of Cambridge (C), pose for an official photograph, with their families, on the day of their wedding, in the throne room at Buckingham Palace, in central London April 29, 2011.   (Front row L-R) Grace van Cutsem, Eliza Lopes, Prince Philip, Britain's Queen Elizabeth, Margarita Armstrong-Jones, Louise Windsor, William Lowther-Pinkerton. (Back Row L-R) Tom Pettifer, Camilla, Duchess of Cornwall, Prince Charles, Prince Harry, Michael Middleton, Carole Middleton, James Middleton, Pippa Middleton. Photograph taken on April 29, 2011.  (ROYAL WEDDING)   REUTERS/Hugo Burnand/Clarence House/Handout    (BRITAIN - Tags: ENTERTAINMENT SOCIETY ROYALS IMAGES OF THE DAY) NO COMMERCIAL OR BOOK SALES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS
Die Belichtung im Thronsaal stellte sich als größte Herausforderung dar (Bild: Reuters)

Im Thronsaal machten Burnand und sein Team dann die historischen Porträts. Allerdings stellte sich die Belichtung in dem Raum als größte Herausforderung heraus. "Der Seidendamast an den Palastmauern saugt das ganze Licht ein", erklärte Burnand. Daher brachte das Team "eine chinesische Laterne an der Decke an, die höher war als die Kronleuchter, um ein sanftes Licht zu erzeugen, damit es nicht künstlich aussieht."

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Die Planung war ebenfalls sehr aufwändig: "Wir haben Generalproben mit Stoppuhren und mit Mitarbeitern des Buckingham Palasts durchgeführt, mit denen wir die Familienmitglieder ersetzten, damit wir wussten, dass wir gerade genug Zeit hatten", so Burnand. "Der Termin war um Punkt 13.30 Uhr und wir konnten nicht einmal eine Minute überziehen."

Beratung mit Herzogin Catherine

Wie Burnand außerdem verriet, beteiligte sich eine maßgeblich an der Entstehung der Fotos: Herzogin Kate, die selbst leidenschaftliche Fotografin ist. Mit ihr führte der Fotograf lange Gespräche darüber, wie man das offizielle Hochzeitsporträt perfekt inszenieren könnte. "Wir haben uns entschieden, keine der Porträts vor der Wand zu fotografieren, weil die Architektur des Raums so großartig ist." 

So kam es zu dem Foto, das es fast nicht gab

"Es gab ein Bild, das ich unbedingt machen wollte, aber wir durften dieses Foto nur machen, wenn wir alles andere erreicht hatten", so Burnand. "Wir hatten noch drei Minuten an Zeit übrig, also fragte ich Catherine, ob ich das Foto machen könne, über das wir vorher gesprochen hatten. "Sie drehte sich zu William um und sagte: 'Was denkst du?' Und er sagte: 'Lass es uns tun.' In drei Minuten setzten sie sich auf die Treppe, Sarah Burton richtete das Kleid perfekt aus, Prinz William beugte sich zu ihr. Die Kinder machten im Grunde das, was sie als richtig empfanden."  

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"Das war ein sehr spontanes Bild", sagte Burnand. "Dieses kleine Detail dort [deutet auf Kates Hand, die Williams Knie berührt] und William, der sich anlehnte. All diese Dinge waren nicht vorgegeben, sondern das Ergebnis einer guten Beziehung mit allen."

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