Royals: Der Palast reagiert – und zwar eindeutig

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Prinz Harry und Herzogin Meghan treffen sich mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey zu einem "intimen Gespräch" über ihr Leben. Das bestätigte der US-TV-Sender CBS am 15. Februar. Der Buckingham Palast veröffentlicht kurz danach ein Statement.

  Prinz Harry und Herzogin Meghan
Prinz Harry und Herzogin Meghan

"Oprah with Meghan and Harry" heißt die 90-minütige Sendung, die am 7. März um 20 Uhr US-Ostküstenzeit ausgestrahlt wird. Herzogin Meghan, 39, wird laut Pressemitteilung ein "umfassendes Interview" geben, "das alles abdeckt: den Eintritt in das Leben als Royal, Ehe, Mutterschaft, philanthropische Arbeit bis hin zum Umgang mit dem Leben unter starkem öffentlichen Druck." Später werde Prinz Harry, 36, zu seiner Frau und Oprah Winfrey, 67, stoßen und das royale Paar über den Umzug in die USA sowie seine Hoffnungen und Träume für die Zukunft sprechen, heißt es weiter.

Prinz Harry und Herzogin Meghan sorgen für Unruhe bei den Royals in England

Das Interview ist eine kleine Sensation: Zuletzt hatten Harry und Meghan anlässlich ihrer Verlobung im November 2017 ein gesetztes Interview geführt, damals für die BBC. Was auch immer genau die beiden erzählen werden, eines steht bereits fest: Es wird weltweit für Schlagzeilen sorgen.

Im Buckingham Palast sei man "nervös", berichtet die britische Zeitung "The Mirror". Mit dem Verhältnis zu Meghan und Harry steht es bekanntlich nicht zum Besten. Royal-Reporterin Rebecca English wollte es genau wissen und hat beim Palast nachgefragt. Was sagt man zu dem "intimen Interview"?

Das Statement das Palastes zum Oprah-Interview

"Der Herzog und die Herzogin sind keine arbeitenden Mitglieder der königlichen Familie mehr und daher sind alle Entscheidungen, die sie in Bezug auf Medienverpflichtungen treffen, ihre Sachen. Als nicht arbeitende MRF [Mitglieder der Royal Family] sind sie nicht verpflichtet, den königlichen Haushalt über solche Pläne zu informieren", zitiert English den Palast auf Twitter. Zwischen den Zeilen ist deutlich mehr zu lesen als das.

Die Spaltung der Royal Family scheint sich zu zementieren

Das Statement sagt jenseits der Fakten vor allem eines: Die Trennung zwischen den Sussexes und dem Königshaus scheint unwiderruflich vollzogen. Eine Kommunikation zwischen den Parteien – und sei es nur aus gutem Willem – scheint nur wenig bis gar nicht mehr stattzufinden. Was die Mitarbeiter von Queen Elizabeth am meisten beunruhigen dürfte: Sie wissen vorab nicht, was das Paar in der TV-Sendung mit Oprah Winfrey erzählen wird und ob es eventuell Aussagen tätigt, die dem Image der Königsfamilie oder des Königshauses schaden könnten. Die Sorge ist nicht unberechtigt, wie die Vergangenheit zeigt.

Mit diesen Aussagen sorgten die Sussexes für Aufsehen

Das angekündigte Interview von Harry und Meghan weckt Erinnerungen an das bis dato spektakulärste Interview eines Mitgliedes der Königsfamilie, welches Queen Elizabeth, 94, und die Royal Family bis ins Mark erschütterte: Das "Panorama"-Interview von Prinzessin Diana im Jahr 1995. Und auch die Statements von Prinz Harry und Herzogin Meghan in der Dokumentation "Harry and Meghan: An African Journey" 2019 sorgten für weltweiten Wirbel. Meghan sagte damals, dass "nicht viele Leute haben gefragt, ob ich in Ordnung bin" und machte deutlich, dass sie sich in ihrem neuen Leben in England nicht wohl fühlt. In Gerichtsdokumenten warf sie dem Palast im Juli 2020 vor, sie nicht ausreichend gegen Presse-Angriffe geschützt zu haben. Genug Sensationspotential birgt das Oprah-Interview also alle mal.

Verwendete Quellen: twitter.com, mirror.co.uk