Durch "unnatürlichen" Gang aufgeflogen: Russin schmuggelte Gold in ihren Schuhen

Acht Goldtaler mit einem Gewicht von rund 1,9 Kilogramm trug eine Russin unter ihren Schuhsohlen (Bild: Föderale Zollverwaltung Russlands/www.dvtu.customs.ru)

Weil sie unnatürlich lief und auch noch ganz nervös war, wurde eine Russin an der chinesischen Grenze genauer kontrolliert. Als der Metalldetektor über ihre Schuhe glitt, schlug der prompt Alarm.  

Auf teuren Sohlen: Eine Russin wurde bei dem Versuch verhaftet, die Grenze nach China zu passieren. Wie der russische Zolls mitteilt, hatte die Verdächtige mit einem Klebeband acht Goldtaler unter ihren Schuhsohlen befestigt. Sie wollte diese vermutlich aus Russland hinausschmuggeln.

Die Frau habe sich “nervös und verdächtig” verhalten, erzählt Marina Boyko, eine Sprecherin der zuständigen Zollinspektion in Sabaikalsk, das direkt im Drei-Länder-Eck zwischen der Mongolei, Russland und China liegt. “Sie ist außerdem ganz unnatürlich gelaufen.”

Wert: Fünf Millionen russische Rubel

Kein Wunder: Die Frau schleppte fast zwei Kilogramm Gold an den Füßen mit sich herum. Genau gesagt 1863,81 Gramm fanden die Kontrolleure in ihren Schuhen, nachdem der Metalldetektor angeschlagen hatte. Bei einem Schnelltest stellten sie fest, dass es sich bei den grün-gelb-gesprenkelten Rohlingen tatsächlich um Gold handelte. Der Wert beträgt geschätzte fünf Millionen russische Rubel, umgerechnet entspricht das ungefähr 70.000 Euro.

Umgerechnet einen Wert von ungefähr 70.000 Euro haben die Gold-Rohlinge (Bild: Föderale Zollverwaltung Russlands/www.dvtu.customs.ru)

Auf das Motiv angesprochen sagte die Russin, sie habe das Gold für einen chinesischen Staatsbürger und gegen Bezahlung schmuggeln wollen. Weil sie keine Dokumente bei sich führte, die sie als Eigentümerin des Edelmetalls auswiesen, wurde ein Verfahren auf Grundlage des Artikels 226.1 des russischen Strafgesetzbuchs eingeleitet: “Illegaler Verkehr strategisch wichtiger Ressourcen.”

Sie versuchen es immer wieder

Die Region um Sabaikalsk scheint ein Knotenpunkt für kreative Kleinkriminelle zu sein, die Zollinspektion verhaftete seit Beginn des Jahres schon zahlreiche russische Bürger, die Gold nach China schmuggeln wollten. Erst im August erwischte es eine Russin, die zehn kleine Goldbarren unter den Einlagen ihrer Turnschuhe versteckt hatte.