Russischer "Popeye" verliert ersten MMA-Kampf

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Kirill Tereshin, im Kampfsport als russischer “Popeye” bekannt, hat seinen ersten MMA-Kampf deutlich verloren. Der Bodybuilder war trotz großer Masse chancenlos gegen Oleg Mongol.

Kiril Tereshin (l.) verlor seinen ersten MMA-Kampf. (Bild: Twitter 247NaijaNews)

Tereshin erlangte große Bekanntheit, weil er sich Synthol in den Bizeps injizierte und damit über einen ausgesprochen umfangreichen Oberarm (in der Spitze 61 Zentimeter) verfügt. Das half dem ehemaligen Soldaten allerdings nur geringfügig, wurde er doch innerhalb von drei Minuten auf die Matte geschickt und von seinem Gegner zur Aufgabe gezwungen.

Der 23-jährige damit zu einem weiteren Beispiel dafür, dass Technik im Kampfsport reiner Masse in den meisten Fällen weit überlegen ist. Zumal sein Gegner auch kein hauptberuflicher Kämpfer war: Der 43-jährige Mongol ist Schauspieler und Blogger, die MMA sind für ihn mehr Hobby als Beruf.

Kiril Tereshin plant Operation zum Entfernen von Synthol

Tereshin will nun umdenken. Nachdem der Russe sich seinen Oberarm mit Synthol aufblähte, bemerkte er bereits im August erste Probleme, die mit dem nicht ungefährlichen Stoff einhergehen und beendete die eigenmächtige Behandlung. Ein Arzt warnte ihn vor dem Kampf vor möglichen Nervenschäden, die seinen Arm bewegungsunfähig machen könnten.

Somit wird dem Bodybuilder die Aufmerksamkeit rund um seinen MMA-Kampf trotz Niederlage entgegenkommen. Tereshin sammelt Spenden, um nach Europa reisen zu können und sich dort einer Operation zu unterziehen, die das Synthol wieder aus seinem Oberarm entfernt.

Bis dahin muss er sich noch den Vergleich zur Zeichentrickfigur Popeye gefallen lassen. Die Figur des amerikanischen Zeichners Elzie Crisler Segar wurde bekannt für die ungewöhnlich dicken Unterarme - und für den enormen Kraftzuwachs nach dem Genuss von Spinat. Vielleicht wäre das für Tereshin auch gesünder gewesen.

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